Bericht und Bilder:
Rolf Rombach
01.04.2009

Zwanzig Jahre „Frauenfrühstück“ in der evangelischen Kirchengemeinde

Seit nunmehr zwanzig Jahren wird in der evangelischen Kirchengemeinde Schiltach das so genannte „Frauen-frühstück“ angeboten. Mehrmals im Jahr, derzeit sechsmal, treffen sich dazu die interessierten Frauen von 9 Uhr bis
11 Uhr meist im Melanchthonsaal des Martin-Luther-Hauses. Es ist jedoch nicht nur eine gesellige Kaffeestunde . Neben dem gemeinsamen Frühstück stehen dabei das Gebet, das Wort Gottes, das Danken, aktuelle Vorträge, das persönliche Gespräch und Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. Ein Leitungsteam teilt von fünf Frauen teilt sich die Organisation. Elfriede Engelmann und Monika Nagel übernehmen dabei insbesondere die Begrüßung und geistliche Leitung, Sigrid Nühnen und Brigitte Wickersheimer kümmern sich um die Tischgestaltung, und Heidi Kilguss ist für Referenten-verpflichtung zuständig. Die Referenten oder Referentinnen kommen von Schiltach, aber auch von auswärts und aus den eigenen Reihen. Oft ist auch Ursula Buzzi mit dabei, die mit ihrer Gitarre mitwirkt und die Werbeplakatierung übernimmt. „Wir arbeiten sehr gut zusammen und bringen uns mit unsern Gaben ein“, sagen die Teamfrauen übereinstimmend. Zu den Frühstückstreffs kommen Frauen von Schiltach, auch katholische, und Gäste von auswärts. Dieses Frühstücks-Beisammensein ist weithin bekannt und hat einen guten Namen.

Das „Zwanzigjährige“ wurde jetzt am Samstag mit einem „Jubiläumsfrühstück“ gefeiert. Dazu war auch Religionslehrer Günter Gutmann aus Egringen an der Schweizer Grenze gekommen. Er war vor zwanzig Jahren als Gemeindediakon in Schiltach tätig und gehörte damals zu den Mitinitiatoren des Frauenfrühstücks. „Ich freue mich sehr über die Wiederbegegnung mit Schiltach und dem Frühstückstreff“, bekundete er. Monika Nagel sprach die Begrüßung, verdeutliche die Zeitspanne von zwanzig Jahren und wies darauf hin, dass der Grundtenor stets Dankbarkeit gewesen und die Treffs bei aller Vielfalt stets Teil eines großen Ganzen gewesen seien. Elfriede Engelmann gab einen Rückblick auf die Entstehung und die Entwicklung der Frauenfrühstück-Treffs. Absicht sei es stets gewesen, die Frauen aus dem Alltag herauszuholen „zur Stärkung von Leib und Seele“. Sie kündigte die nächsten Treffs für den 24. Juni und für den 7. Oktober an.

Nach dem herrlichen Jubiläumsfrühstück wies Pfarrvikar Christoph Glimpel auf der Grundlage der Tageslosung auf zwei „Leitplanken“ hin, die zum einen die von Gott gestellten Aufgaben und zum andern Gottes Hilfe bei der Aufgabenbewältigung betreffen. Er verband damit den Dank und Segenswünsche für die Zukunft der Frühstück-Treffs. Jürgen Gutmann sprach zum Jubiläumsthema „Vertrau den neuen Wegen – das Geschenk des Neuanfangs“ und stellte dabei die Bekehrung des Saulus und jenen Traum von den „Spuren im Sand“ in den Mittelpunkt. Erfüllung durch neue Wege und Hilfe Gottes auch in schweren Tagen machte er dabei deutlich. „Auch wir brauchen immer wieder Neuanfänge“, machte er den Frauen des Frühstückstreff Mut für ihre zukünftige Weiterentwicklung. Wer neue Wege beschreiten möchte, müsse Altes zurücklassen. Die Frauen konnten dabei ihre Neuanfangsbitten anonym aufschreiben. Gemeinsames Beten und Singen waren während des Beisammenseins selbstverständlich, und Posausaunenbläserinnen aus Schiltach, Lauterbach, Schramberg und Königsfeld unter der Schiltacher Dirigentin Helle Hermann übernahm Instrumentalbegleitung. Das Organisationsteam und die weiteren Mitwirkenden wurden zum Abschluss der Jubilarsfeier mit einer Rose bedacht.

20 Jahre Frauenfrühstück
Organisationsteam des Frauenfrühstücks und Mitwirkende des Jubiläumsbeisammenseins (von links): Monika Nagel, Brigitte Wickersheimer, Religionslehrer Jürgen Gutmann, Sigrid Nühnen, Elfriede Engelmann, Ursula Buzzi und Heidi Kilguss.

20 Jahre Frauenfrühstück
Blick zu den Posaunenbläserinnen