Bericht und Bilder:
Dr. Lars Kaesemann

Hilfe für die Philipinnen

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    Dr. Lars Kaesemann






Spenden für eine neue Kirche in Calasiao, Philippinen

Bitte auf die Konten der Evangelischen Kirche Schiltach:

Voba Schiltach
30 400 100 - BLZ 664 927 00

Sparkasse Schiltach
1062760 - BLZ 664 527 76

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Hilfe für die Philippinen

Am 26. September erreichte Taifun Ketsana die Philippinen. Der Megasturm, der großflächige Überschwemmungen und Erdrutsche mit sich brachte, kostete vielen Menschen das Leben und machte Hunderttausende obdachlos. Zwei Tage später bat die Regierung in Manila um dringende internationale humanitäre Hilfe.

Ursprünglich suchte "Humedica" ein Team für das Erdbebengebiet auf der Insel Sumatra. Doch am Abreisetag wurden drei Helfer (Esther Waßmuth, Krankenschwester, Tim Frodermann, Rettungsassistent, Dr. Lars Kaesemann, Allgemeinarzt) gefragt, ob der Einsatz auch auf die Philippinen gehen könnte. So wurde das Ziel sehr kurzfristig geändert. Dort hatte der Zyklon "Ketsana" die Region um die Hauptstadt verwüstet. Am 3. Oktober traf der Taifun Parma den Norden der Philippinen. Dadurch wurden verheerende Erdrutsche ausgelöst. Zunächst ging es in den Süden Manilas zu Opfern des Zyklons Ketsana. Ein medizinisches Team aus einheimischen Helfern und dem Humedica-Team errichtete eine mobile Krankenstation in den Slums. Nach 4 Tagen reisten die Helfer in den Norden des Landes, wo die Menschen unter den Folgen von Taifun Parma litten.

Insgesamt rund 3000 Kinder und Erwachsene konnte das Team medizinisch versorgen. In einigen Regionen stand das Wasser auch zwei Wochen nach dem Taifun bis zu zwei Meter hoch.

Hilfe für die Philipinnen

„Vor Ort kooperierte das Team mit Mitarbeitern der Organisation „Operation Blessing“, mit der Humedica auf den Philippinen zusammenarbeitet. In der Hauptstadt, der ersten Station ihrer Reise durch ein von der Flut-katastrophe gebeuteltes Land, arbeiteten sie vier Tage. Sie errichteten eine mobile Krankenstation in den Slums der Hauptstadt: Tim Frodermann gab Spritzen, versorgte Wunden, legte Verbände an und war einfach da für die 150, manchmal 400 Menschen am Tag. Dann ging die Reise per Kleinbus weiter in die Provinz Rizal. Auch hier bauten sie die mobile Krankenstation auf, auch hier kamen die Menschen zu Hunderten, weil sie Hilfe brauchten.

Vor Einbruch der Dunkelheit mussten die Helfer ihre Zelte aus Sicherheitsgründen wieder abbrechen. »Manche Menschen hatten den ganzen Tag gewartet und kamen doch nicht mehr dran, das war natürlich bitter«, erzählte Frodermann. In der nördlich gelegeneren Provinz Pangasinan erlebte er die Überschwemmung dann hautnah mit - das Wasser stand dort noch immer brusthoch. Per Schlauchboot mussten die Patienten in die Krankenstation gebracht werden.

Die Einzelschicksale, die vielen Geschichten, die jeder Mann, jede Frau und jedes Kind mitbringen, dürfe man nicht so nah an sich heranlassen, obwohl man abends im Team schon darüber spreche, meinte Tim Frodermann. Geschichten wie die des Jungen, der seine Mutter beim Sturm verlor und sich das Gesicht buchstäblich wundgeweint hatte. Oder die Mutter, die ihr krankes Kind mangels Boot in einem auf dem Wasser schwimmenden Wok zu der Krankenstation brachte. »Das sind Bilder, die sich einprägen, die man nicht vergessen kann«, erzählte der Helfer aus Oberhessen. Aber auch die Kraft und die tiefe Dankbarkeit der Einheimischen, denen er half, nahm der junge Mann mit nach Deutschland: »Die Menschen dort müssen so viel ertragen, da kommen einem unsere Probleme zu Hause nichtig vor.“ (aus: Giessener Allgemeine, 23.10.2009)
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In Calasiao, einem kleinen überschwemmten Ort in der Provinz Pangasinan, verbrachte das Humedicateam 4 Einsatztage. Man wurde im Pfarrhaus einer Baptistengemeinde untergebracht und versorgt. Von dort ging es dann zu den Einsatzorten.
Mit der Gemeindeleitung und dem Pfarrerehepaar Dr. Emilio Ballesteros und Frau Ting entwickelte sich ein Vertrauensverhältnis. Man arbeitete eng zusammen. Viele Bewohner des Dorfes sind Bauern. Die Felder stehen unter Wasser. Man hat kein Einkommen und keine Lebensgrundlage. Die Gemeinde übernimmt vor Ort die Versorgung von vielen Kranken und Bedürftigen. Man ist involviert in Traumaseelsorge und versucht zu helfen, wo es nur geht. Die Gemeinde ist arm. Die Kirchenüberdachung wurde durch den Wasserstand und den Taifun beschädigt. Soweit die eine Seite.

Es ist umso erstaunlicher, dass in den letzten Wochen viele Menschen zum Glauben an Jesus Christus gefunden haben und die Gemeinde rasant wächst. Man kommt den Aufgaben kaum nach, da auch ein regensicherer und sturmfester Versammlungsraum fehlt.
Die Gemeinde träumt von einer sicheren Kirche, in der man alles tun kann, was die Menschen brauchen: Predigen, Beten, Gemeinschaft halten, kochen, behandeln und Menschen Notunterkünfte zur Verfügung zu stellen.
Dr. Ballesteros hat mir, Lars Kaesemann, diese Bitte um wirtschaftliche Hilfe und die Bitte um Gebet mit auf den Weg gegeben. Man plant eine halleartige Kirche. Die Kosten belaufen sich auf umgerechnet ca. 50.000 Euro.
Ich habe ihm versprochen, diese Bitte an die ev. Kirche weiterzuleiten. Im Kirchengemeinderat wurde einstimmig beschlossen, diese Gemeinde zu unterstützen. Ich bitte unsere Gemeinde und alle Schiltacher Bürger um Unterstützung dieses nachhaltigen Projektes. Es ist gut angelegtes Geld, was den Menschen in Calasiao vielfachen Segen bringen wird. Am Ende darf ich noch einen herzlichen Gruß und ein „God bless“ von Dr. Ballesteros übermitteln. Einige aus der dortigen Gemeinde haben angefangen, für unsere Kirche zu beten. Es ist für mich schwer auszudrücken, wie mich diese Information bewegt hat, da diese Menschen mit sich selber so viel zu tun haben.


Matthäus Evangelium 25,31-40
Wenn aber der Sohn des Menschen kommt in seiner Herrlichkeit und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Thron seiner Herrlichkeit. 32. Und vor ihm werden seine Völker versammelt und er wird sie voneinander trennen wie der Hirt die Schafe von den Böcken trennt. 33. Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, doch die Böcke zur Linken. 34. Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: Kommt, Gesegnete meines Vaters, erbt das Königreich das euch bereitet ist seit Grundlegung des Kosmos; 35. denn ich hungerte und ihr gabt mir zu essen; mich dürstete und ihr habt mich getränkt; ich war ein Fremder und ihr habt mich aufgenommen; 36. ich war ein Nackter und ihr habt mich bekleidet; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr kamt zu mir. 37. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann sahen wir dich hungrig und speisten dich? Oder durstig und tränkten dich? 38. Wann sahen wir dich als Fremden und nahmen dich auf? Oder nackt und bekleideten dich? 39. Wann sahen wir dich krank oder im Gefängnis und kamen zu Dir? 40. Und der König wird antworten und sagen: Wahrlich ich sage euch: Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.