Männerwanderung 2010

Bericht:
Michael Buzzi

Bilder:
Dr. Christoph Glimpel

Rückblick:
Die Männerwanderung 2010 im Bregenzerwald

Tag 1: 10. September 2010

Kurz nach 6 Abfahrt in Schiltach. Durch den Pfändertunnel nach Österreich. 10:10 Ankunft am Hotel Kanisfluh in Schnepfau (zu empfehlen!!! www.kanisfluh.at ), ein schönes altes Haus mit einem modernen Anbau und traumhafter Aussicht auf die Steilwände des (oder der? Kanisfluh). Es gibt noch einen Kaffee. Entscheidungsfindung Eingehtour: Begnügen wir uns mit 350 Höhenmetern oder machen wir was Richtiges? Der Gopfberg sei gerade sehr matschig, daher entscheiden wir uns für das echte Gipfelkreuz. Wir helfen uns mit dem Sessellift bis unter den Hirschberg. Die Fahrt auf einem Sessellift ist Ruhe, wie man sie sonst selten erlebt. Seltener und ganzer Genuss. Hoch auf den Hirschberg zuerst auf einem sanften Wirtschaftsweg, dann auf etwas matschiger Wiese. Toller Ausblick vom Hirschberg (1834 m), der Abstieg bietet eine erste Kraxelei. 14:09 sind wir oberhalb der
Wölfersguntenalp (1609 m). Dann „Maultierpfad“ an Hängen entlang (Bild). 15:41 Erreichen der Bergstation: 1501 m (mithin 8 m höher als der Feldberg), ab der Mittelstation wollen wir uns der Sommerrodelbahn hingeben. Als ich mir es aber genau überlege würde ich lieber die ganze Strecke wieder mit dem Sessellift nach unten fahren, diese Ruhe, dieser Genuss! Und ich finde Gesellen, die das auch so sehen, wir fahren fast eine (gefühlte) Viertelstunde zurück ins Tal. Irgendwann jauchzen die andern auch auf, sie mussten zur Mittelstation absteigen, ein Ausstieg dort ist von oben kommend anscheinend nicht möglich. 17:36 wieder zurück. Duschen, es gibt Abendessen. Tafelspitz mit Apfelmeerettich. Draußen ist es herrlich, in der Ferne liegt Au, die mächtigen Berge um uns her im Alpenglühen, es ist imposant.

Männerwanderung 2010


Tag 2: 11. September 2011

10.39h erreichen wir die Wurzachalpe (1622 m). Von Mellau aus hatten wir uns mit der Kabinenbahn bis auf 1390 m beholfen. Die ganzen Höhenmeter hätten die meisten von uns sonst sicher überfordert. Matthias hält eine schöne Andacht vor der Kapelle (Bild) zum 139. Psalm. Absolut sonniges Wetter. Man schaut an den Bergen hoch, überall kleine Menschen hoch und runter wandernd oder kletternd. Da könnte man ewig zuschauen. 11:41 unterhalb des Klippern, ist ein kleiner Sattel, gut zu einer kurzen Rast. Ein Frosch hat sich hier verlaufen, erstaunlich. Der Aufstieg angenehm in steinigem Hohlweg zwischen Gesträuch, der Schatten tut gut. Ausblick zum Widderstein, nach Norden bis zum Bodensee und seinem Hinterland. 14:07 Michl's Sennhütte, vordere Ugaalpe auf 1783 m. Hier machen wir Mittagsrast. Und hier trennt sich auch die Spreu vom Weizen: Einige wollen sich die Damülser Mittagsspitze (2095m) nicht nehmen lassen, sie sind schon unterwegs. Der Rest genießt den verbleibenden Weg in der Ruhe. Am Fuß der Mittagsspitze wollen wir uns wieder treffen. Insgesamt war der Weg heute bequem aber nicht ganz unanstrengend. Dauernd wunderbares Alpenpanorama, der hohe Ifen, den wir schon vom kleinen Walzertal kennen, begleitet uns in der Ferne. 16:20 unten angekommen. Zäher Abstieg. Oben haben die einen Tunnel durch den Berg gegraben, nur für die Skifahrer, unglaublich. Unser Weg führt durch den Tunnel. Der Weg zur Baustelle dient uns als sicherer wenngleich steiler Abstieg. Die Mittagsspitzler laufen auf der alten Trasse und geraten teils in tiefen Matsch und dann wieder auf die herrliche Kanisalpe. Punkt 17 Uhr Abfahrt ins Tal – das war auch die letzte Möglichkeit! 17:47h wieder zurück und geduscht.

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Tag 3: 12. September 2010

Sonntag morgen ein letztes Frühstück in unserem Hotel. Wir loben den freundlichen Umgang, verabschieden uns von der lustigen Truppe Älterer aus der Tübinger Gegend, mit denen wir teils im Doppelchor z.B. „Der Mond ist aufgegangen“ gesungen hatten. Auch wir werden vom Haus als besonders nette Gruppe gelobt. Sessellift Andelsbuch, wir nehmen gleich beide Sektionen nach oben, heute wollen wir es nicht mehr so extrem machen. Auf der Fahrt bezeichnen wir uns als Extremsesselliftfahrer. Machen eine schöne Runde um den Berg, beobachten Gleitschirmflieger beim Start, 11:24 Sitzen an einer Stelle mit Blick in alle Richtungen, tolles Panorama. Diskutieren, wer auf den „richtigen“ Berg (Winterstaude, 1877 m) geht und wer nicht. Davor gibt es eine Alpe, auf der Mann ausharren kann. Schließlich müssen ja auch noch welche da sein, denen man vom Gipfel winken kann! Auf halber Strecke gibt es eine Andacht zum Thema "Sorget nicht", mit einem Text aus der Bergpredigt. Nun ziehen die Beflügelten über einen teils ausgesetzten Grat gen Winterstaude, wir Ermatteten wollen uns an der angrenzenden Alm verköstigen. Aber die hat zu, nicht schlimm, wir nehmen den Weg zurück in genüsslicher Langsamkeit. 14:32 Sitze schon eine ganze Weile da vor der Almhütte. Drin muss man ewig lang anstehen, da kann ich drauf verzichten. Habe selten einen so spektakulären Weg gemacht wie hier her, immer wieder wechselnde Ausblicke am Rande des Abgrunds, über das Allgäu, über Schweizer und Österreicher Alpen, ein schönes Stück über den Bodensee.
Fröhliche Heimfahrt, wir fahren auf der Schweizer Seite um den Bodensee, um dem Stau zu entgehen, 4 Stunden sind es trotzdem. Der Galaxy (Nordufer) ist vor uns da. Schön wars und kräftige Farbe haben wir bekommen. Dank an unseren Wanderführer Christoph Glimpel und an Daniel Engelberg, der alles immer so gut organisiert und an unsere beiden Fahrer.
Gott sei Dank wir sind wieder wohlbehalten daheim!


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