Konfifreizeit vom 21.01.2011 – 23.01.2011

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Am Freitag fanden sich die meisten Konfis um kurz vor 16 Uhr, vor der Grundschule Schiltach, ein. Schnell bildeten sich einige Grüppchen, die sich eifrig darüber unterhielten, wer mit wem in ein Zimmer wollte, wer etwas vergessen hatte und wer wem z.B. mit einem Föhn o.ä. aushelfen konnte. Irgendwann fuhr dann der rote Trio Bus vor und alle eilten schnell, ihr Gepäck zu verladen, um sich die besten Plätze im Bus zu sichern. Zu dumm aber nur, dass die Ladeklappe sich auf der anderen Seite befand. Nach einer Inselrundfahrt um den Bus herum war auch das letzte Gepäckstück eingepackt und die Meute saß startbereit auf ihren Plätzen. Die Betreuer setzten sich gleich in die Nähe der Jungs, damit man sie besser überwachen konnten. Während der Fahrt wurde geredet, gelesen, Musik gehört,... Von Langeweile konnte keine Rede sein. Meine Wenigkeit begnügte sich mit – mehr oder weniger – stillen Musik hören. Gegen Ende der Fahrt haben Shi (alias Esther) und ich uns dann verrückte Lieder ausgesucht, die wir laut mitsangen. Nach ungefähr anderthalb Stunden kamen wir dann in Titisee-Neustadt in der  Jugendherberge an. Danach hieß es Koffer schnappen und Zimmer beziehen. Nach einigen nachträglichen Diskussionen konnte ein jeder sein Zimmer beziehen. Ich teilte mir mit sieben weiteren gut gelaunten Mädchen das Zimmer am Ende des Ganges. Es blieb gerade noch Zeit, die Koffer abzustellen und sich zu orientieren, da hieß es schon 'Essen fassen'. Dem einen oder anderen wurde plötzlich klar, wie hungrig so eine Fahrt machen konnte und so war der Tagesraum relativ schnell belegt. Meine Zimmer-genossen und ich quetschten uns um einen Ecktisch. Doch kaum saßen wir, bemerkten wir, dass Tischdecken unsere Aufgabe war. Als dann endlich alles hergerichtet war, beteten wir und dann durften wir endlich mit Essen beginnen. Danach besprachen wir alles Wichtige, was wir die nächsten paar Tage zu beachten hatten. Beim Gehen nahm sich jeder Bettwäsche, denn die Betten mussten wir noch selber beziehen. Tja, so eine Jugendherberge ist halt eben kein Luxushotel! Wir bezogen unsere Zimmer, räumten zu Teilen unsere Koffer aus und begutachteten die anderen Zimmer. Schnell stellte sich eine Ungerechtigkeit heraus: Im Achter-Zimmer der Jungs gab es einen Schrank mehr, als bei uns Mädchen! Als hätten die das nötig gehabt. Doch bevor wir uns richtig darüber aufregen konnten, mussten wir uns oben im großen Saal einfinden, den wir natürlich erst einmal noch suchen mussten. Endlich im großen Saal angekommen, sollten wir uns der Größe nach aufstellen und wurden durchgezählt, sodass vier Gruppen entstanden. Das Abendprogramm hieß: „Die perfekte Minute“. Die Betreuer hatten 30 verschiedene Spiele organisiert, bei denen die einzelnen Gruppen immer gegeneinander spielten. So mussten Klopapierrollen in einem abgezeichnetem Feld landen, Wattebäusche mithilfe von Creme und der Nase von einem Ort zum anderen befördert werden oder Mäuse (keine Echten, sondern die Süßigkeiten) in Mausefallen an der Wand geworfen werden. Es gab reichlich Abwechslung und viel Spaß. Letztendlich gewann (meine) Gruppe 3!

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Animateur Gerhard Bühler artistisch!

 
Danach wurde noch einige Zeit geredet und Quatsch gemacht (z.B. hatten die Jungs Spaß daran, die Feinstrumpfhosen zu nehmen und damit diverse Verrücktheiten zu machen). Da die Zimmerruhe aber schon vorbei war und die Bettruhe kurz bevor stand, entschlossen wir uns, in die Betten zu gehen. Da es am nächsten Tag um halb acht Uhr Frühstück geben sollte, stellten wir unseren Wecker auf sieben Uhr. Wir redeten noch eine Weile und amüsierten uns an den Sprüchen, die auf den Betten standen. Um kurz nach Mitternacht schlichen noch einige zu Anna rüber ins Zimmer, da sie Geburtstag hatte, doch danach wurde endlich geschlafen.

Als am Samstag früh bei uns um sieben Uhr klingelte, war keiner aus unserem Zimmer wirklich begeistert davon. Nur mit Mühe konnten wir uns aus unseren Betten erheben. Manch einer machte sich auf, um die Dusche zu besuchen, was sich als eine schlechte Option herausstellte, denn die Duschen entsprachen dem normalen Zustand einer Jugendherberge. Nach dem Frühstück wurde der Tagesplan verkündet. Die erste Station für heute war der große Saal, in dem wir uns mit Bibel und Schreibzeug versammelten. Als wir dann oben im Saal saßen, redeten wir über das Abendmahl und seine Bedeutungen, was Seder bedeutet und was es mit dem Pessachfest auf sich hat. Zwischendurch gab es eine kleine Pause von 15 Minuten. Als wir geendet hatten, gab es Mittagessen. Nach dem Mittagessen gab es verschiedene Workshops, für die man sich entscheiden konnte: z.B. Bastelworkshop, Musikworkshop, … Da wir aber noch einige Stunden Zeit hatten bis dahin, konnten wir uns anderweitig vergnügen. Vanessa P. und ich entschieden uns für den Musikworkshop und Bernd brachte uns seine Gitarre vorbei, um in dieser Zeit einige Lieder zu lernen. Um 14 Uhr begann dann das Programm. Der Musikworkshop traf sich im großen Saal. Wir waren recht wenige Leute, doch genug, um unseren Spaß zu haben. Irgendwann beschlossen wir, unseren eigenen Song über die Freizeit zu schreiben – als Geheimaktion natürlich! Als wir nach langem Reimen und Proben endlich fertig waren, gingen wir in den Tagesraum, um uns noch etwas vom Kuchen zu ergattern. Am nächsten Morgen wollten Jasmin, Anna und ich mit Bernd joggen gehen, deswegen klärten wir noch, wann wir uns morgen treffen würden und dann begaben wir uns schon wieder auf unsere Zimmer. Wir hatten noch etwas Zeit bis zum Abendessen und jeder verbrachte die Zeit anders. Zum Beispiel Shi las in ihrem Manga weiter, Benita ärgerte die Jungs und Vanessa H. besuchte uns, um zu reden. Irgendjemand aus unserem Zimmer hatte die tolle Idee, dass jeder von uns auf einem Bilderrahmen unterschreiben könnte, wo man dann ein Bild von uns hinein machen konnte. Vom Basteln waren noch einige Rahmen übrig, die wir acht Mädchen sofort in Beschlag nahmen. Jetzt haben wir eine kleine Erinnerung an diese drei tollen Tage. Die Zeit verging wie im Fluge und bald mussten wir uns im Tagesraum zum Essen treffen. Nach dem Essen sollte es eine Nachtwanderung geben. Bei fast vollkommener Dunkelheit und Eiseskälte machten wir uns auf den Weg. Der erste Anstieg war recht steil und für Menschen, die von Sport genauso wenig begeistert sind wie ich, war es die reinste Qual. Die Jungs dagegen machten sich einen Spaß daraus, mit ihren Fackeln in der Hand durch die Gegend zu rennen. An einem kleinen Häuschen legten wir eine kleine Verschnaufpausen ein (die bei mir etwas länger dauerte), bevor es weiter ging. Shi bemerkte, dass sie ihr Handy dabei hatte und mit etwas Musik ging es doch gleich etwas schneller voran. Bald war auch die letzte Fackel erloschen und man konnte nur noch schwach die Umrisse der anderen erkennen. Doch bald mussten wir umdrehen, weil anscheinend die Betreuer verloren gegangen sind. Wie sich unter Schrecken herausstellte, hatten sie sich im Gebüsch versteckt, um uns zu erschrecken. Auf dem Rückweg wurde der ein oder andere in den Schnee befördert. Manch einer sah hinterher eher wie ein Schneemann aus als ein Mensch. Endlich wieder in der Jugendherberge angekommen, gab es leckeren Punsch, der von den Zurückgebliebenen angefertigt wurde. Einige verschwanden nach oben, aber die, die unten blieben, spielten noch lange nach der Bettruhe verschiedene Spiele. Unser Zimmer entschloss sich irgendwann schlafen zu gehen, auch wenn wir um Mitternacht noch Gäste zu erwarten hatten – schließlich wollten alle in Benitas Geburtstag hinein feiern. Fünf Minuten vor null Uhr stürmte Benita mit den Jungs herein, was die meisten aus dem Schlaf riss, nur Vanessa schlief in Ruhe weiter. Ich motzte jeden an, weil man mich aus dem Schlaf gerissen hatte. Um Mitternacht waren dann alle Konfis in unserem Zimmer und gratulierten Benita zum Geburtstag. Auch die Betreuer gratulierten mitten in der Nacht, sorgten aber auch dafür, dass ich und andere Schlafbedürftige zur Ruhe kamen.

Am nächsten Morgen klingelte Jasmins Wecker bereits um 5:55 Uhr, weil wir mit Bernd zum Joggen verabredet waren. Unsere Zimmergenossen waren nicht gerade begeistert davon, aber wir ließen sie weiter schlafen und versuchten, so wenig Lärm wie nur möglich zu machen. Shi nahm es am lockersten. Sie stand auf und meinte: „Jetzt wo ich wach bin, kann ich genauso gut noch duschen gehen. Bis ihr zurück seid, sind meine Haare dann auch trocken“ Auf dem Gang trafen wir dann Anna, die mitgehen wollte. Um halb sieben Uhr wollte unser kleines Grüppchen dann endlich los, doch leider fiel Bernd erst etwas verspätet ein, dass die Haupttüren erst um sieben Uhr geöffnet wurden und da war leider Mitarbeiterbesprechung. So saßen wir dann im Eingangsbereich und redeten über Gott und die Welt. Als um sieben Uhr Leben ins Haus kam, beschlossen wir, wieder in unsere Zimmer zu gehen. Dort war bereits reger Betrieb. Eine halbe Stunde später trafen wir uns wieder zum Frühstück. Danach blieb uns noch einige Zeit, bis wir uns zum Gottesdienst im großen Saal trafen. Um zehn Uhr – wie zu Hause in Schiltach – ging es los und wir feierten den Gottesdienst mit Abendmahl. Als Orgelnachspiel kam unser Rap, den wir am Tag zuvor geschrieben hatten. Danach mussten wir die Zimmer in besenreinen Zustand bringen – was nicht einfach ist, wenn Jungs mit Straßenschuhe durch das Zimmer rennen und die Betten verwüsten – und packen. Zum letzten Mal aßen gemeinsam in der Jugendherberge. Wir brachten das Gepäck in den Tagesraum und liefen zu einem riesigen Kreuz, um ein schönes Abschlussfoto zu machen. Doch die Jungs konnten es einfach nicht lassen und mussten sich gegenseitig einseifen und im Schnee bekriegen, bis Andi seinen Ring verlor und alle erst einmal suchen mussten, doch wir fanden ihn zum Glück wieder. Als der Bus vorfuhr, war auch dem Letzten endlich klar, dass diese schöne Zeit nun vorbei ist. Die Koffer wurden verladen und wir traten die Heimfahrt an. Ungefähr um 14.30 Uhr erreichten wir in Schiltach die Stadtbrücke. Nun hieß es Abschied nehmen bis nächsten Mittwoch zum Konfirmandenunterricht. So verging ein schönes, aber doch anstrengendes Wochenende.

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Bericht von: Sarah (alias Su-Chan)
Überarbeitet mit: Esther (alias Shi-Chan)
Bilder: Steffen Ringwald