Die Konfifreizeit 2012

Die Konfifreizeit vom 27.-29. Januar 2012 entführte Konfis und Mitarbeiter aus den grünen Niederungen des Kinzigtales auf die schneebedeckten Höhen des Hochschwarzwaldes.

Einer bequemen Anreise im Reisebus folgte die Wahl der Zimmer in der Jugendherberge Rudenberg bei Titisee-Neustadt. Aus Sicherheitsgründen waren alle auf einem Flur untergebracht. Doch Übergriffe durch Fußballmannschaften wie im vergangenen Jahr waren eh nicht zu befürchten: Wir waren die einzigen Gäste, von einer Familie und einem Einzelreisenden mal abgesehen.

So hatten wir die JH mehr oder weniger für uns, und den großen Saal erst recht. Hier hieß es am ersten Abend: „Schlag die Mitarbeiter“ – ein der ähnlich klingenden Show nachempfundenes, von den Mitarbeitern raffiniert angepasstes Spielsystem stellte die Anwesenden vor teils ungewohnte Herausforderung: Von geographischen Wissensfragen (San Francisco: West- oder Ostküste???) über kleinere Schreinereien bis zu Strumpfhosenkegeln war alles dabei, was das Herz begehrte.

Konfifreizeit 2012

Es folgte eine ruhige Nacht (kein Druckfehler), bewacht von lediglich aus Gründen der Tradition auf dem Gang stationierten Mitarbeitern, deren Gemurmel uns in den Schlaf wog – von den Bewohnerinnen des Zimmers 102 einmal abgesehen.

Nach geistlicher Zurüstung der Mitarbeiterschaft klappte das Wecken um 7.30 vorzüglich, und bald durften die Konfis die legendäre Skibrillenandacht eines Mitarbeiters genießen. Es folgte ein arbeitsreicher Vormittag: Die Bedeutung des Abendmahl wurde im Rahmen einer Lamm-Gottes-Rallye erschlossen, und aufgrund der hohen Mitarbeiterdichte konnte sich niemand dem Bann der Aufgaben entziehen…
Nachmittags waren dann Hobbygruppen angesetzt: Vom Baden im gut geheizten häuslichen Hallenbad bis zum Bogenschießen in arktischer Umgebung reichte die Angebotspalette, und zwischendurch gab´s Kuchen. Ein Dank an die Konfieltern für diese Köstlichkeiten!

Eine spätnachmittägliche Arbeitseinheit zum Thema Abendmahlsliturgie schloss sich an, und wenn auch Wörter wie „Präfationsversikel“ kaum zum festen Wortschatz der Teilnehmer stoßen dürften, wird die nachfolgende Nachtwanderung wohl unvergesslich bleiben: Jenseits der 1000m ging es durch Hochwald, und nicht nur der Wald war hoch, zumal selbst Personen mit 1,82m Körpergröße bis zu den Hüften im Schnee versanken.
Dass nach diesem Gewaltakt eine Meuterei verhindert werden konnte, ist ausschließlich dem Equipment der Mitarbeiterschaft zu verdanken: Flugs wurde mit Großleinwand und Beamer Kinoatmosphäre geschaffen, und „Beastly“ verklärte (im Verein mit Knabbereien) die überstandenen Strapazen.

Die Nacht war (wahrscheinlich nicht nur im „Lehrerzimmer“) gesellig und erholsam, und das war auch nötig: Beim Frühstück am Sonntag lagen nämlich die Nerven blank, sollten wir doch um 9 Uhr die Zimmer räumen! Doch wie durch ein Wunder kam es anders, und wie geplant konnte um 10 Uhr ein Abendmahlsgottesdienst gefeiert werden, mit ausführlichem „Orgelvorspiel“ und anschließendem Dank an die Mitarbeiter – aber auch an die Konfis, deren Verhalten nur als mustergültig bezeichnet werden kann. Nach Mittagessen und Gruppenfoto wartete schon der Bus und brachte uns nach schönen Tagen zurück in die grünen Niederungen des Kinzigtales.

Konfifreizeit 2012
Gruppenfoto mit Betreuern

Bericht: Pfarrer Dr. Christoph Glimpel
Bilder: Steffen Ringwald