Neue Diakonin im Gottesdienst am 15.04.2012 vorgestellt

Die Diakonstelle der evangelische Kirchengemeinde Schiltach wurde jetzt  nach eineinhalbjähriger Vakanz mit Diakonin Susanne Spindler wiederbesetzt. Sie tritt die Nachfolge von Diakon Klaus Nagel an und wurde am Sonntag in einem Festgottesdienst durch den Offenburger Dekan Frank Wellhöner der Gemeinde vorgestellt. Sie sei Berufsanfängerin, stamme aus Leipzig, habe in Freiburg „Religionspädagogik“ und „Soziale Arbeit“ studiert, habe Erfahrungen  bei der Bahnhofsmission, in Hauskreisen, in einem heilpädagogischen Hort und in weiteren Einrichtungen erworben und zeichne sich durch Kontaktfreudigkeit sowie Team- und Kommunikations-fähigkeit aus. Drei Viertel ihres Deputates arbeite sie künftig in Schiltach, ein Viertel in der evangelischen Kirchengemeinde Wolfach. Ein Schwerpunkt sei dabei jeweils die Jugendarbeit. „Wie kann Kirche für die Jugend attraktiv werden“, sei  schließlich das Thema ihrer Examensarbeit gewesen. Der Dekan wünschte ihr Freude, Erfolg und gute Begleiter in ihrer künftigen Tätigkeit.. Das Petruswort „Seid allezeit bereit zur Verantwortung“ gab er ihr mit auf ihren neuen Weg. Ihre Vorstellung in Wolfach erfolge am 29. April.

Pfarrer Christoph Glimpel nannte die Zuweisung von Susanne Spindler durch den Oberkirchenrat im Einvernehmen mit dem Kirchengemeinderat und die Beendigung der Vakanz Grund, zufrieden und fröhlich zu sein. An Hand von Backzutaten erinnerte er symbolisch an die Verantwortungsfelder der neuen Mitarbeiterin und wünschte ihr dabei Mut zur „eigenen Handschrift“. Natürlich fehlte auch ein Willkommens-blumenstrauß nicht. Diakonin Gabi Schmidt-Geiger überbrachte Grüße und Segenswünsche der Diakoninnen und Diakone ihres Konventes im Ortenaukreis. Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates der katholischen Pfarrgemeinde „St. Johannes“ Schiltach, Elisabeth Bühler, sprach eine Gruß-adresse im Namen des katholischen Ortspfarrers Bernd Müller, der Pfarrgemeinde und der Seelsorgeeinheit „Kloster Wittichen“. Sie wünschte der Diakonin einen guten Start, offene Herzen, Begeisterungsfähigkeit und „eigene Wege“, und fügte hinzu: „Wir freuen uns auf ökumenische Begegnungen.“  Sie schloss mit einem Segensgebet.  Bürgermeister Thomas Haas nannte als wesentliche Aufgaben der Diakonin, Menschen den Weg zu Gott aufzuzeigen, ihr „Handwerkszeug“ bezüglich Pädagogik und Sozialarbeit hier vor Ort einzusetzen und sich der vielschichtigen Arbeit mit Menschen zu widmen. „Es freut mich für Schiltach, dass die Jugend ihr Schwerpunkt ist“, sagte Haas und verband damit gute Wünsche. Alle Redner warteten mit symbolträchtigen Präsenten auf.

Eine originelle Vorstellung der neuen Diakonin lieferte gleich zu Beginn des Gottesdienstes die „Familie Schulze“, eine gemeinde-interne kabarettähnliche Theatergruppe, mit einem Anspiel. Vater (Gerhard Bühler), Mutter (Marianne Ehrhardt), Tochter (Hanna Lainer) und Großvater (Jürgen Götz) charakterisierten am Esstisch in liebevoll-volkstümlicher Weise die neu angekommene Diakonin und beschlossen, sie im Vorstellungsgottesdienst näher in Augenschein zu nehmen.

Dekan Wellhöner, Pfarrer Glimpel und der Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Gerhard Bühler, segneten gemeinsam Susanne Spindler für ihren bevorstehenden Dienst. Die Festpredigt hatte Dekan Wellhöner gehalten, die Liturgie übernahmen Pfarrer Glimpel und weitere Gemeindemitglieder, Kantor Detlev Zeller musizierte an der Orgel, und das „Gottesdienst-Plus-Team“ und deren Band wirkten in treffender Weise mit. Diakonin Spindler dankte sichtlich bewegt für die Wünsche, Gebete, Mitgestaltungen und Geschenke anlässlich ihres Dienstbeginns. “Ich bin erwartungsfroh und schaue hoffnungsvoll in die Zukunft, wohl wissend, dass Gott und viele Menschen auf meiner Seite stehen“, war ihr Schlusswort. Ihre Wohnung hat sie im Martin-Luther-Haus.

Vorstellung neue Diakonin

Vorstellung von Diakonin Susanne Spindler (von links):
Pfarrer Christoph Glimpel, Diakonin Susanne Spindler, der Vorsitzende des Kirchengemeinderates Gerhard Bühler und Dekan Frank Wellhöner.

Foto und Bericht: Rolf Rombach