Sich selbst nicht genug sein - Weltgebetstagsgottesdienst führt die Besucherinnen in den Glauben fremdländischer Schwestern ein

Im Titelbild zum Weltgebetstag 2014 wird der Nil dargestellt als überdimensionale Blume. Von der Quelle bis zur Mündung führt er das kostbare Wasser in einem Land in dem 95% Wüste sind.

Dem Titelbild gelungen nachempfunden hatten die Frauen im ökumenischen Gottesdienst am Freitagabend im Martin-Luther-Haus in Schiltach den Altar geschmückt.
Etwa 60 Gottesdienstbesucherinnen bestaunten das Kunstwerk.

Entlang der vorgeschlagenen Gebetsordnung wurde gemeinsam gebetet und gesungen. Durch alle Lieder und Gebete führte der Wunsch, den Glauben der ägyptischen Frauen aufzunehmen und zu verstehen. Zu Beginn des arabischen Frühlings im Jahr 2011 hatten diese angefangen, den weltweiten Gottesdienst vorzubereiten. Bei der Begrüßung wurde auf die aktuelle politischen Situation in Ägypten und in der Ukraine hingewiesen.

Als szenisches Spiel wurde die biblische Erzählung von Jesus und der samaritanischen Frau am Jakobsbrunnen lebendig.
In traditioneller und moderner Kleidung präsentierten die Frauen die unterschiedliche Lebenssituation der ägyptischen Schwestern und trugen deren Anliegen in den Fürbitten vor. (s. Bild)

WGT2014

Sich als Christinnen und Christen auf der ganzen Welt wahrnehmen, einen Einblick nehmen in die fremde Kultur, verstehen, wie die Frauen des Weltgebetstagslandes ihr Leben durch ihren Glauben interpretieren und Kraft aus ihm schöpfen, und dazu die ökumenische Gemeinschaft der hiesigen Kirchengemeinden erleben, dazu hatten die evangelischen Frauen ins Martin-Luther-Haus eingeladen. Die Solidarität unter den christlichen Frauen war auch durch eine großzügige Kollekte spürbar. Das Geld kommt 60 weltweiten Frauen-projekten zugute.

Im nächsten Jahr laden die katholischen Frauen ein. Die Gottesdienstreise geht dann zu den Bahamas.