Bericht und Bild:
Rolf Rombach

Kantatengottesdienst mit Chor, Solisten und Instrumentalensemble am 14.12.2008

"Die vier Adventgottesdienste werden bemerkenswerte Besonderheiten aufweisen", kündigte Pfarrvikar Christoph Glimpel vor geraumer Zeit an, und diese Ankündigung wurde jetzt schon an drei Sonntagen wahr und in die Tat umgesetzt.

Am 1. Advent war es die Einführung einesneuen Liederbuches als Ergänzung zum Gesangbuch, am 2. Advent kamen der Auftritt des Kindergartens "Zachäus" mit dem Taufgedenken und der Eröffnung der Kiew-Päckchen-Aktion dazu, und jetzt am 3. Adventsonntag reihte sich ein "Kantatengottesdienst" ein, in dem die Ankunft Gottesdurch die Geburt Christi an Weihnachten mit Musik, Liturgie und Predigt im Mittelpunkt stand.

Es war ein nachhaltiges Glaubenserlebnis, ein Lobpreis Gottes und überdies gesanglich-instrumentale Kunst, in die die vielen Gottesdienstbesucher mit hinein genommen wurden. Dieses bestimmende musikalische Werk war die bekannte Kantate BWV 62 "Nun komm, der HeidenHeiland" von Johann Sebastian Bach. Ausführende waren die Schiltacher Kantorei, der befreundete evangelische Kirchenchor Gutach, der Schiltacher Kinderchor und Gastsänger, darunter aus Haslach. Dazu kamen die Solisten Alexandra Gühring (Sopran), Monika Wartmann- Bührer (Alt), Klaus Haas (Tenor) und Michael Krauss (Bass), Kirchenmusikdirektor Georges Aubert an der Orgel und am Orgelcontinuo und ein mittelbadisches Instrumentalensemble. Die musikalische Gesamtleitung hatte Kantor Detlev Zeller. Es gelang ihm hervorragend, die Mitwirkenden zu einem Ganzen und zur treffenden Interpretation zu führen. Die über fünfzig Sängerinnen und Sänger bewältigten ihre Passagen sicher und einfühlsam, den einleitenden und den abschließenden Choralchor. Und dazwischen brachten sich passend die Solisten und Solistinnen mit Arien und Rezitativen ein. Glauben wurde hier auf feine Art hörbar gemacht.

Begonnen hatte der Gottesdienst mit der Mottete zu sechsStimmen "Macht die Tore weit" von Andreas Hammerschmidt. Der Inhalt der Motette fand seine sinnvolle Fortsetzung im gesprochenen Psalm 24 und dem dazu gehörenden gesungenen Kehrvers. Pfarrvikar Glimpel hielt seine Predigt zur Bach-Kantate, erläuterte die Entstehung des Textes und machte deutlich,dass Glaubensfindung in der Eigenverantwortung des Einzelnen stehe und dabei keine Fachsprache erforderlich sei. Übrigens reihte sich der Pfarrvikar, auch ein begeisterter Musiker, immer wieder in den Chor ein. Aus demWeihnachtsoratorium, gleichfalls von Johann Sebastian Bach, erklang der Choral "Wie soll ich dich empfangen". Verschiedene Advents- undWeihnachtslieder, von den Gottesdienstbesuchern und dem Chor im Wechsel gesungen, waren eine gute Ergänzung. Den Abschluss bildete die Wiederholung des Eingangschores der Bach-Kantate. Die Gottesdienstbesucher bedankten sich mit langem Applaus bei den Mitwirkenden für Musik und Glaubensverkündigung, die gute Hinführung und Einstimmung auf Advent und Weihnachten und nicht zuletztauch für die enorme Vorbereitungsarbeit.

Am 4. Adventsonntag, 21. Dezember, werden im Gottesdienst als weitere Besonderheit so genannte "Känsterle" präsentiert, mit deren Hilfe sich die verschiedenen Gemeindekreise vorstellen. Der Gottesdienstbeginnt um 10 Uhr.

Kantate
Kantatengottesdienst in Schiltach mit Chor, Solisten und Instrumentalensemble