Bericht und Bild:
Rolf Rombach

Orgelkonzert mit Priska Schöner am 24.06.2007 in der Stadtkirche

Rund vierzig Zuhörer erlebten am Sonntagabend die junge Musikerin Priska Schöner an der großen Heintz-Orgel in der evangelischen Stadtkirche in Schiltach und waren begeistert von ihrer guten Interpretation und ihrer Spielfertigkeit. Sie ist Jahrgang 1983, gebürtig in Lahr, und studiert derzeit an der Musikhochschule in Freiburg Schul- und Kirchenmusik. Im Oktober schließt sie ihr Studium ab. Ihre  in Schiltach gespielten Werke sind zugleich ihr Prüfungsprogramm. Das Schiltacher Konzert war sozusagen ihre „Prüfungs-generalprobe“ und die ist voll gelungen. Das Publikum hat dies mit langem Beifall unterstrichen.

Komponisten und Stilbeispiele aus verschiedenen Zeitepochen präsentierte die Organistin mit großer Flexibilität und arbeitete dabei das Typische der Werke sicher heraus. An den Anfang setzte sie die „Ouverture in D“ von Georg Böhm mit diversen Teilen von Air über Rondeau und Menuet bis hin zu Chaconne. Johann Sebastian Bach nahm sie in ihr Konzertieren auf mit dem wunderbaren „Präludium und Fuge in G“, bevor sie dann César Franck mit dem „Choral Nr. 3 in a-Moll“ vorstellte, auch ein imposantes Werk mit vielen Besonderheiten und Eigenwilligkeiten.

Die ganze Klangfülle der Heintzschen-Orgelregister kam zum Einsatz und wurde noch verstärkt durch die hervorragende Raumakustik. Den Schlussakzent setzte die Interpretin mit Maurice Duruflé, einem neuzeitlichen Komponisten. Sie spielte von ihm den „Choral varié“ und band hier die junge Sängerin Friederike Martens geschickt  mit ein. Kantor Detlev Zeller, der zu Beginn ein Grußwort im Namen der „Interessen-gemeinschaft Orgel und Kirchenmusik Schiltach“ gesprochen hatte, bedankte sich am Ende bei Priska Schöner und Friederike Martens mit Blumen. Die Spendengaben der Zuhörer kommt der Kirchendach-Sanierung zugute.

Sängerin Friederike Martens und Priska Schöner
Sängerin Friederike Martens und Priska Schöner