Monatssprüche

    Auslegungen der Monatssprüche von Diakonin Susanne Bühler

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    Jahreslosung 2022


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    <b style="font-size: 16px;">Text zum Kopieren:</b> <br><br>Jahreslosung 2021Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!Lukas 6,36Foto: Lotz


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    Jahreslosung und Monatssprüche 2023



    Monatsspruch Januar 2023

    „Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Und siehe, es war sehr gut.“ (Gen 1,31)

    Ja, es war sehr gut. Damals als Gott Ordnung in das Tohuwabohu, in das Chaos gebracht hat und Licht ins Dunkel. Als er mit so viel Liebe zum Detail die Tiere und Pflanzen erschaffen hat und den Menschen als sein Ebenbild. Siehe, es war sehr gut. Damals als die Welt ausschließlich Gottes Handschrift trug. Doch schon bald wurde auch die Handschrift der Menschen in der Welt sichtbar. Auch da war manches gut. Doch nicht alles. Es wurden auch Grenzen überschritten. Nicht allen Versuchungen konnte widerstanden werden. Egoismus und Neid verleiteten zu grausamen Taten. Die Gier nach immer mehr, immer weiter, immer höher führten schließlich zu Trennung und Verwerfung. Bereits in der Urgeschichte, den ersten elf Kapiteln der Bibel, lesen wir davon.

    Der Schöpfungsbericht provoziert mit seinem „sehr gut“. Spontan möchte man widersprechen. So vieles fällt einem ein, das nicht sehr gut ist. Doch im zweiten Moment spüre ich: Das kann ich nicht. Das geht nicht. Das greift viel zu kurz. Ich denke an den Frühling, wenn sich das Leben wieder Bahn bricht oder an die Geburt eines Kindes. Und da sind so viele weitere Momente, wo ich staunend und dankbar einstimmen kann in die Worte des Psalmbeters: „Wunderbar sind deine Werke, Herr, das erkennt meine Seele.“ (Psalm 139,14).

    Der Schöpfungsbericht provoziert mit seinem „sehr gut“. Denn ja: vieles, das geschieht, ist nicht „sehr gut“.  Doch schaue ich hinter die Kulissen, und sehe die Geschöpfe an sich, unabhängig von ihren Taten, dann leuchtet das elementare göttliche „sehr gut“ auf. Und ich spüre, wie dieses „sehr gut“ Gottes mich wärmt und motiviert und meinen Blick auf mich selbst und auf mein gegenüber verändert. Denn ich erkenne, dass nicht unser Tun und Lassen es ist, was uns grundlegend auszeichnet, sondern unsere Geschöpflichkeit, dass wir geliebtes Geschöpf unseres guten Schöpfers sind. So gesehen ist es „sehr gut“, dass wir am Anfang des Jahres hineingenommen werden in Gottes Blick auf seine Schöpfung, der Zuspruch und Anspruch zugleich ist.

    Diakonin Susanne Bühler




    Guck-Guck

    Jahreslosung 2023

    Guck-guck 2023.

    Da bist du. Und da bin ich.
    Vorsichtig gucke ich über die Schwelle zum neuen Jahr. Noch sehe ich nicht viel.
    Ich erahne so manches,
    hoffe,
    befürchte,
    plane.

    Ich glaube, dass es stimmt, was die Jahreslosung verheißt:
    Du bist ein Gott, der mich sieht.

    Kein Tag, auch des neuen Jahres nicht, bleibt ungesehen, bedeutungslos.
    An keinem Tag bin ich ganz allein, nur auf mich selbst gestellt.
    Gott sieht mich.
    Er sieht, was kommt, an Schönem und Schweren.
    Er geht mit durch alle Tage und Zeiten.

    Guck-guck 2023.
    Ich komme.
    Getrost und unverzagt möchte ich das neue Jahr beginnen, weil ich mich behütet und geborgen, gesehen und begleitet weiß.
    Gott sieht mich.
    Gott sieht das vor mir liegende Jahr.
    Guck-Guck 2023.

    Diakonin Susanne Bühler