Monatssprüche
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    Monatssprüche 2024


    Gedanken zum Monatsspruch Juli 2024

    „Das machen alle so.“ „Das ist allgemeiner Konsens.“
    Solche Argumente zählen ab diesem Monat nicht mehr.
    Denn der Monatsspruch für Juli lautet:
    „Folge nicht der Mehrheit, wenn diese im Unrecht ist.“
    (2.Mose 23,2)

    Diesen Monat heißt es: Eigenes Gehirn gebrauchen und Gewissen einschalten. Nicht einfach mitlaufen und sich hinter anderen verstecken, sondern: Aufstehen, diskriminierende Vorurteile aufdecken, plakative Meinungen hinterfragen, mit Menschen außerhalb meiner „Bubble“ ins Gespräch kommen, andere Perspektiven wahrnehmen und von ihnen lernen, Frieden suchen statt zu polarisieren, wachrütteln statt den Dingen einfach ihren Lauf zu lassen…  Ja, das könnte anstrengend werden. Ja, das erfordert Kraft und Mut. Doch es ist wichtig und wertvoll!

    „Sei ein lebend´ger Fisch, schwimme doch gegen den Strom.“ Dieses Lied von Margret Birkenfeld wird seit 50 Jahren in den Jungscharen und Kindergruppen unserer Kirchengemeinden geschmettert. Es ruft nicht dazu auf: Hauptsache dagegen zu sein. Doch es führt uns - ebenso wie der Monatsspruch - vor Augen, dass nur weil es die Mehrheit so sieht und macht, das nicht automatisch heißt, dass das auch gut ist. Deshalb: Prüfe, was du siehst und hörst. Übernimm Verantwortung.  Bleib mit Gott im Gespräch und ein lebend´ger Fisch.

    Diakonin Susanne Bühler



    Gedanken zum Monatsspruch Juni 2024

    Der Monatsspruch für Juni beginnt mit den Worten „Fürchtet euch nicht“. Das ist oft leichter gesagt als umgesetzt. Denn auch wenn ich nicht wie Mose vor dem Schilfmeer stehe und die Ägypter auf mich zu jagen sehe, kenne ich doch auch Situationen, wo die Wellen hochschlagen und mich unangenehme Dinge einzuholen drohen; wo sich ein Meer an Aufgaben und Problemen vor mir auftut, mir die Angst im Nacken sitzt und die Lage ausweglos erscheint. Und mitten da hinein kommt das Himmlische: „Fürchtet euch nicht.“ Durch diesen Zuspruch lösen sich die Sorgen nicht in Luft auf. Sie werden auch nicht wegdiskutiert. Doch der Angst wird ihre Macht genommen, da ich spüre: Ich bin nicht allein.

    Weiter geht der Monatsspruch mit der Aufforderung: „Bleibt stehen!“ Bleibt ruhig, bleibt besonnen. Nein, wir sollen nicht in Angststarre verfallen, sondern erst einmal tief durchatmen, anstatt in blinden Aktionismus zu verfallen. Und wir sollen standhaft bleiben. Das ist mir in Bezug auf die bevorstehende Wahl besonders wichtig. Wir sollen uns nicht mitreißen lassen von radikalen Gedanken und diskriminierenden Plänen, sondern sollen einstehen für Demokratie, Menschenwürde und Mitmenschlichkeit.

    Der ganze Monatsspruch lautet: Fürchtet euch nicht! Bleibt stehen und schaut zu, wie der Herr euch heute rettet (2.Mose 14,13) Manchmal tun sich Türen auf. Es geht weiter – anders als bisher und auch anders als erwartet, aber es geht weiter. Manchmal geht es sogar unerwartet gut weiter. Manchmal aber auch nicht. Manchmal tritt Befürchtetes eben doch ein oder es wird sogar noch schlimmer als befürchtet. Nicht immer sind Entwicklungen für mich nachvollziehbar und mir willkommen und sie sind sicherlich auch nicht immer Gott gewollt. Und trotzdem rettet er. Gottes Rettungsaktionen haben dabei viele Gesichter. Manchmal rettet er mich vor einem schlimmen Unfall oder einer bösen Krankheit. Manchmal rettet er mich in schlimmen Situationen vor Verzweiflung, Frust und Mutlosigkeit. Manchmal rettet er mich vor der Illusion, dass ich alles selbst in der Hand habe und lehrt mich Vertrauen.  Und wieder höre ich das: „Fürchtet euch nicht“ und ahne: vielleicht ist es doch möglich als Mensch der Hoffnung zu leben, in Not durchzuhalten und beharrlich vertrauensvoll mit Gott im Gespräch zu bleiben (vgl. Röm 12,12). Das will ich im Juni versuchen.

    Diakonin Susanne Bühler



    Gedanken zum Monatsspruch Mai 2024

    „Alles ist mir erlaubt!“ -  Hurra, Freiheit! Tun und lassen können, was ich will! So sein zu dürfen wie ich bin und mich nicht verstellen zu müssen! Sagen zu können, was mir auf dem Herzen liegt, und nicht nur anderen nach dem Mund reden. Was für ein toller Monatsspruch für den Wonne-Monat Mai!

    „Alles ist mir erlaubt, aber…“ Wie immer… zuerst werden große Freiräume aufgezeigt und Hoffnungen geweckt und dann kommt das „Aber“… Dann werden doch wieder Grenzen gesetzt, Verbote ausgesprochen, Regeln aufgestellt.

    „Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten.“ Ok, das wiederum kann ich genauso unterschreiben. Nicht alles, was ich darf, ist auch gut. Ich denke an die vielen Süßigkeiten, die ich tagtäglich in mich hinein futtere, obwohl ich eigentlich weiß, dass sie weder meiner Gesundheit noch meiner Figur guttun. Ich denke an die Feste mit viel zu viel Alkohol, an meine Bildschirmzeiten und an all das, was ich dort konsumiere. Und ich denke auch an das, was ich gesagt, getan oder unterlassen habe, was alles erlaubt, aber bei weitem nicht alles gut war für mich selbst und für das Miteinander.

    Ich möchte Sie einladen, jede Woche im Mai in einem Bereich einmal genauer hinzuschauen und zu hinterfragen, ob das, was erlaubt ist, auch gut ist für Sie selbst und für Ihr Miteinander zu Gott und zum Mitmenschen.

    Diakonin Susanne Bühler