Monatssprüche

    <b style="font-size: 16px;">Text zum Kopieren:</b> <br><br>Jahreslosung 2021Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!Lukas 6,36Foto: Lotz

    Monatssprüche 2021 mit Auslegungen von Diakonin Susanne Bühler
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    Monatssprüche 2022

    Monatsspruch September 2022

    „Das ist nicht der Weisheit letzter Schluss“. Das sagen wir, wenn uns etwas nicht logisch oder fertig durchdacht erscheint. Das hören wir, wenn ein anderer unsere Pläne, Ansichten und Entscheidungen nicht nachvollziehen und teilen kann. Und manchmal ist das ja auch gar nicht so einfach und eindeutig zu beurteilen, was in jener Situation weise ist und was nicht, aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten und unserer persönlichen Grenzen, aber auch angesichts der Schnelllebigkeit unserer Zeit und der vielfältigen Zusammenhänge. Doch Stehenbleiben oder als Fähnchen im Wind zu wehen ist auch keine Option. Aber: Was ist der Weisheit letzter Schluss? Wer oder was gibt mir Orientierung? Wer oder was hilft mir, dass ich nicht verzweifle, sondern in und trotz aller Fragen und Zweifel mutig Entscheidungen treffen und Wege gehen kann?

    Der Monatsspruch für September gibt uns einen weisen Bibelvers mit auf den Weg: „Gott lieben, das ist die allerschönste Weisheit.“ (Sir 1,10) Hier geht es nicht um Wissen und Können. Hier geht es um Beziehung. Um Beziehung zu dem, der in weiser Voraussicht bereits vor Beginn der Welt da war (vgl. Gen. 1,2). Um Beziehung zu dem, der konsequent Liebe lebt bis hinein in Schmerz und Tod und der mit Liebe jegliche Grenzen überwindet: Jesus Christus. Ihm zu vertrauen. In seinem Wort Rat zu suchen und Orientierungshilfen zu erwarten. Mit Ihm im Gespräch zu bleiben. Das ist eine gute Grundlage für weise Entscheidungen und grundsätzlich ein guter Kompass.

    Ihre Diakonin Susanne Bühler



    Monatsspruch August 2022

    Die Wiesen sind gelb. Im Wald macht sich schon jetzt der Herbst breit. Der Wasserstand ist erschreckend niedrig. Die Natur lechzt nach Wasser. Und mitten in dieser Dürre steht dieser Monatsspruch: „Jubeln sollen die Bäume des Waldes vor dem HERRN, denn er kommt, um die Erde zu richten.“ (1.Chr 16,33)

    Dieser Bibelvers wurde bereits letztes Jahr bestimmt, also lange bevor man ahnen konnte, was uns für ein trockener Sommer bevorsteht. Ist dieser Bibelvers nun fehl am Platz? Oder lässt er hoffen?

    Während ich diese Zeilen schreibe, fängt es an zu regnen. Seit Wochen endlich einmal wieder. Und ich kann einstimmen in das Lob- und Danklied Davids, dem dieser Vers entspringt. „…Es freue sich der Himmel, und die Erde sei fröhlich. […] Danket dem HERRN, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich...“ (1. Chr. 16, 31.34)

    Damals stimmte David dieses Lob- und Danklied an als die Bundeslade nach Jerusalem gebracht wurde – die goldene Truhe mit den Zehn Geboten. Die Bundeslade ist sichtbares Zeichen der Gegenwart Gottes. Eigentlich ist sie sogar mehr als ein Symbol. Sie erinnert daran, dass dort, wo Gottes Wort ist, ER selbst gegenwärtig ist. In der Weihnachtsgeschichte (Lebkuchen werden uns sicher schon bald daran erinnern) stimmen viele Jahrhunderte später die Engel und Hirten in diesen Jubel ein: „Sie priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten“ (Lk 2,20). Gott ist gegenwärtig. Im Alten Testament bezeugt das das in Stein gemeißelte Wort Gottes in der Bundeslade. Im Neuen Testament erscheint das Wort Gottes in menschlicher Gestalt, in Jesus Christus. „Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.“ (Joh. 1,14)

    Gott ist gegenwärtig. Manchmal ganz anders als ich mir das ausmale und wünsche. Und immer viel gnädiger und größerdenkend und weiterblickend als ich es erträumen kann. Gott ist gegenwärtig. Wenn die Natur lechzt, und meine Seele vielleicht auch. Wenn vieles brach liegt ebenso wie wenn vieles grünt und blüht, wächst und gedeiht, auf dem Feld und im persönlichen Leben. Gott ist gegenwärtig.

    „Er kommt, um die Erde zu richten,“ heißt es am Ende unseres Monatsspruchs. Gott wird es zurechtbringen. Deshalb müssen wir trotzdem gießen und manch Sorge bleibt auch. Aber wir müssen nicht verzweifeln, denn schlussendlich ist es Gott selbst, der Sorge trägt und es richten wird. Darauf dürfen wir vertrauen. Ihm dürfen wir uns anvertrauen. Heute wie damals.

    Ihre Diakonin Susanne Bühler



    Monatsspruch Juli 2022

    „Ich habe Durst!“ Diese Aussage will auf dem sogenannten Appell-Ohr gehört werden und meint: „Bitte bring mir etwas zum Trinken.“ Oder: „Ich brauche eine Pause.“ Dieses Bedürfnis erlaubt meist wenig Aufschub. Der Durst will jetzt gestillt werden. Ansonsten geht schnell die Energie in den Keller, und die Laune auch. Wie gut ist es, wenn dann Wasser in Reichweite ist und der Durst gelöscht werden kann.

    In dem Monatsspruch für Juli geht es um Durst. Aber um einen Durst, der nicht mit Wasser gestillt werden kann. In Psalm 42,3 bekennt der Beter klagend: „Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.“ Er sehnt sich nach einem Leben, das spürbar unter Gottes Segen steht. Und während er noch klagend sucht und hofft, hört er schon, wie andere spottend fragen: „Wo ist nun dein Gott?“ (Ps 42,4) Sie zeigen auf all das, was da so quält, und fragen Zweifel schürend: Wo ist Gott in all der Not und dem Elend dieser Welt?

    Der Psalmbeter gibt diese Frage weiter, an Gott: „Wo bist du?“ Er sucht und vertraut weiter, dass Gott ihn auf dieser Durststrecke nicht allein lässt. Er wagt Vertrauen, weil er weiß, dass Gott sein Volk in den Wüstenzeiten nie allein gelassen hat. (vgl. 2.Mose). Er wagt zu hoffen, weil er selbst schon viel Gutes erlebt hat. Daran erinnert er sich und daraus schöpft er Kraft. Das hält er seiner Seele vor und sagt zu sich: „Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott.“ (V.6) Vertraue auf Gott. Er wird es wohl machen.

    Kann ich das? Durststrecken aushalten? Weiter glauben und hoffen allen Widrigkeiten des Lebens zum Trotz? Hoffentlich.

    Ja, ich möchte darauf vertrauen, dass Gott hält, was er verspricht: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ (Offb. 21,6)

    Deshalb komme ich vertrauensvoll mit meinem Durst zu dir, Gott, und liege dir beharrlich in den Ohren, heute mit Worten von Eugen Eckert:

    Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott,
    nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein.

    Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück,
    nach Liebe, wie nur du sie gibst.

    Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir.
    In Sorge, im Schmerz:
    Sei da, sei uns nahe, Gott.

    Um Einsicht, Beherztheit, um Beistand bitten wir.
    In Ohnmacht, in Furcht:
    Sei da, sei uns nahe, Gott.

    Um Heilung, um Ganzsein, um Zukunft bitten wir.
    In Krankheit, im Tod:
    Sei da, sei uns nahe, Gott.

    Dass du, Gott, das Sehnen, den Durst stillst, bitten wir.
    Wir hoffen auf dich.

    Sei da, sei uns nahe, Gott.


    Ihre Diakonin Susanne Bühler




    Monatsspruch Juni 2022

    Der Monatsspruch für Juni kann auch ein Trauspruch sein. Da sagen Liebende zueinander: „Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod.“ (Hld 8,6).

    Da ist der Wunsch, einander nah zu sein. Und es ist mehr als ein Wunsch. Es ist ein Versprechen, das da besiegelt wird: Ein Versprechen, sich nahe zu sein und nahe zu bleiben. Mit seinen Gedanken und Gefühlen beim anderen zu sein und einander tatkräftig zu unterstützen. Das ist ein Versprechen, das seine Wurzel in Gottes Wesen hat und auch seine Kraft daraus zieht. „Lasst uns lieben, denn er (Gott) hat uns zuerst geliebt.“ (1. Joh. 4,19).

    Gottes Liebe geht unserer Liebe voraus. Und mehr noch: Gottes Liebe macht uns zu liebenswerten und liebenden Menschen. Denn wer sich geliebt weiß, strahlt das auch aus. Wer weiß, dass er mit Augen der Liebe angesehen wird, der kann auch anderen liebevoll begegnen. Liebe prägt und fließt über. „Liebe ist stark wie der Tod.“ Und Gott geht sogar noch weiter. Indem er Jesus durch den Tod hindurch das Leben schenkt, hat er dem Tod seine Endgültigkeit genommen und der Liebe Dauer verliehen. Davon ist schon Paulus zutiefst überzeugt. Er schreibt in seinem Brief an die Gemeinde in Rom:

    Nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen –nicht der Tod und auch nicht das Leben, keine Engel und keine weltlichen Mächte, nichts Gegenwärtiges und nichts Zukünftiges und auch keine andere gottfeindliche Kraft. Nichts Über- oder Unterirdisches und auch nicht irgendetwas anderes, das Gott geschaffen hat –nichts von alledem kann uns von der Liebe Gottes trennen. In Christus Jesus, unserem Herrn, hat Gott uns diese Liebe geschenkt. (Röm 8,38+39)

    Aus dieser Liebe dürfen wir leben. Diese Liebe lässt uns leben und lieben. Gottes Liebe zu uns ist besiegelt.  „Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm.“ Das ist mehr als ein Trauversprechen. Das ist eine wunderbare Lebensgrundlage und Lebenshaltung: Alles von der Liebe bestimmen zu lassen. Gedanken, Gefühle und alles Tun und Lassen.

    Ihre Diakonin Susanne Bühler




    Gedanken zum Pfingstfest
    Pfingsten

    Die Pfingstrosen blühen schon. Mehr als zwei Wochen vor Pfingsten sind die ersten Blüten bereits aufgegangen. Sie leuchten herrlich und zeigen: Es ist nicht mehr weit. Bald ist Pfingsten. Bald sind Ferien. Endlich. Zeit zum Luftholen und sich mal wieder einen „anderen Wind um die Nase wehen“ zu lassen.

    Die Pfingstrosen blühen schon. Diese leuchtend roten Feuerbälle weisen auch darauf hin, was Christen an Pfingsten feiern. Im 2. Kapitel der Apostelgeschichte ist von Feuer die Rede und vom brausenden Wind.  Vom Funke, der überspringt und vom Wind, der belebt und (Herzens-)Türen öffnet. Hier herrscht plötzlich ein anderer Geist: Gottes Geist. Der Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit (2.Tim 1,7). Es ist ein Team-Geist, der gegenseitiges Verstehen schenkt. Ein Geist der Ermutigung inmitten von Angst und Resignation. Ein Tröster inmitten von Leid und Traurigkeit. Ja, plötzlich weht da ein anderer Wind, der aufschauen und aufhorchen lässt.

    Früher gab es mal den Brauch, an Pfingsten Fenster und Türen weit offen zu halten, da man sich vorstellte, dass an diesem Tag besonders Gottes Geist über die Welt weht und ihr frischen Wind gibt. Und wie notwendig wäre dies vielerorts auch heutzutage: frischer Wind, der Kirchen und Gemeinden durchweht und neu belebt. Der Aufwind gibt und Begeisterung verspürt. Halten wir unsere (Herzens-) Türen dafür offen?!

    Die Pfingstrosen, die Rosen ohne Dornen, blühen nur eine kurze Zeit. Umso mehr hat es mich begeistert, dass mitten in einer Pfingstrose in unserem Garten eine Himbeerpflanze gewachsten ist. Einfach so. Vielleicht um mir zu zeigen: Auch wenn die Pfingstrose verblüht ist, Pfingsten bleibt. Gottes Geist wirkt weiter: mutmachend, erhellend, Enge in Weite wandelnd. Und er will Früchte hervorbringen, die das Gesicht der Welt verändern: „Die Frucht, die der Geist Gottes hervorbringt, besteht in Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Rücksichtnahme und Selbstbeherrschung.“ (Gal 5,22+23 NGÜ).

    Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Pfingstfest.

    Ihre Diakonin Susanne Bühler



    Monatsspruch Mai 2022

    „Wie geht es dir? Mir geht es gut.“ Bei den Brieffreundschaften, die ich als Grundschulkind pflegte, haben viele Briefe so begonnen. Und auch heute fangen persönliche Nachrichten vermutlich oft mit Sätzen an wie: „Ich hoffe, dass dir gut geht und du gesund bist.“ In den letzten zwei Jahren sicherlich noch einmal vermehrt. Aber nicht nur dort. Bereits viel früher, vor fast 2000 Jahren, wurde ein derartiger Gruß bereits allem voran gestellt. So beginnt auch der Schreiber des 3. Johannesbriefes seinen kurzen, sehr persönlichen Brief an Gaius mit den Worten:

    „Ich wünsche dir in jeder Hinsicht Wohlergehen und Gesundheit, so wie es deiner Seele wohlergeht“ (3.Joh 2).

    Dieser Wunsch steht als Monatsspruch über dem Wonnemonat Mai. Er strahlt Wärme aus. Und tut gut, insbesondere in dieser turbulenten Zeit. Doch, was braucht es, damit es mir wohlergeht? „Gesundheit ist die Hauptsache“, sagen viele. Ja, das gehört unbedingt dazu. Und ist doch nicht alles. Denn körperliche Gesundheit ist kein Garant für „Wohlergehen in jeder Hinsicht“. Auch wenn „nichts weh tut“, kann es trotzdem sein, dass es mir nicht wohlergeht. Was braucht es also noch? Kaffee am Morgen. Hoffnungsfrohe Gedanken. Frieden, im persönlichen Umfeld und darüber hinaus. Sonne, nach trüben Tagen. Regen, nach einer Dürrezeit. Jemand der zuhört. Jemand, der da ist: Jesus. -

     Die Liste lässt sich vielfältig fortsetzen und wird bei jedem ein wenig anders aussehen. Doch wie auch immer: Sie zeigt: Zum Wohlergehen braucht es oft mehr als körperliche Gesundheit. So vieles spielt zusammen. Und gleichzeitig braucht es manchmal gar nicht viel für einen „Moment Wohlergehen“: Mittagspause in der Hängematte. Eine Postkarte im Briefkasten. Ein Anruf. Ein Regenbogen. -

    Lassen wir solch besondere Momente nicht achtlos an uns vorüber gehen. Nutzen wir sie zum Auftanken, als wohltuende Pausen von den viel zu vielen seelisch belastenden Nachrichten und Gegebenheiten. Und sorgen wir füreinander für derartige „Wohlergehensmomente“, in Wort und Tat, in Gestik und Gebet. Und lesen Sie Psalm 103.

    Und, was über dem Mai steht, gilt auch für Sie persönlich:

    „Ich wünsche dir in jeder Hinsicht Wohlergehen und Gesundheit, so wie es deiner Seele wohlergeht“ (3.Joh 2).

    Ihre Diakonin Susanne Bühler





    Monatsspruch April 2022

    Maria weint. Sie weint, weil Jesus weg ist. Vor 2 Tagen hatten Menschen ihn ans Kreuz gebracht. Und jetzt wollte sie noch einmal in Ruhe Abschied nehmen, doch der Stein ist weg und das Grab ist leer. Maria weint. Sie fühlt sich allein.

    Doch auf einmal wird sie bei ihrem Namen gerufen: „Maria.“ Und plötzlich weiß sie: Sie ist nicht allein. Jesus ist da. Er steht ihr zur Seite. Sie möchte zu ihm laufen und ihn umarmen. Doch Jesus sagt zu ihr: „Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.“ (Joh 20,17)

    Und genau das macht Maria und das ist der Monatsspruch für April: „Maria von Magdala kam zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte.“ (Joh 20,18)

    Wie werden die Jünger wohl darauf reagiert haben? Glauben sie Maria? Ist es eine tröstliche Nachricht für sie? Für Maria auf jeden Fall. Sie spürt: Jesus ist anders da als in den letzten Jahren, aber er ist da. Sie spürt es, wenn der Wind leise flüstert, wenn der Regen auf sie herabtröpfelt und wenn Sonnenstrahlen sie kitzeln.

    Und Maria ahnt noch etwas: Jesus malt den Horizont viel weiter als sie es sich vorstellen kann, und eröffnet Perspektiven, die sie sich nicht annähernd ausmalen kann.

    Wenn Maria Samuel Harfst gekannt hätte, würde sie jetzt vielleicht sein Lied singen: „Das Privileg zu sein“:

    Ist es nicht wunderbar, an diesem Tag zu sein?
    Es ist ein Privileg, erachte es nicht als klein.
    Ist es nicht wunderbar, an diesem Tag zu sein?
    Es ist ein Privileg, erachte es nicht als klein.

    Wenn du nicht weiterweißt,
    sich Wahrheit als falsch erweist
    und deine Philosophie bleibt nur tote Theorie,
    auch wenn du nichts mehr glaubst,
    Erwartungen zurück schraubst
    und sagst: "An Gott glaub ich nicht", sag ich dir:
    "Gott glaubt an dich."

    Und er tut auch heute noch Wunder, Stunde um Stunde, Tag für Tag,
    tut der Herr heute noch Wunder, Stunde um Stunde, Tag für Tag,
    Tag für Tag.

    Legst du dein Leben hin, gibt er deinem Leben Sinn.
    Und macht dein Leben keinen Sinn, leg ihm dein Leben hin

    Was wird dein Wunder sein? Keins ist zu groß, zu klein.
    Lebe die Zeit mit Perspektive Ewigkeit!

    Denn der Herr tut auch heute noch Wunder, Stunde um Stunde, Tag für Tag,
    tut der Herr heute noch Wunder, Stunde um Stunde, Tag für Tag,
    Tag für Tag.


    Ihre Diakonin Susanne Bühler



    Monatsspruch März 2022

    Monatsspruch Maerz

    „Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen.“ (Eph 6,18)

    Ich glaube, es gibt kaum etwas Wichtigeres (in diesen Tagen) als das, wozu uns der Monatsspruch für März aufruft: Hört nicht auf zu beten!

    Lassen Sie uns das gemeinsam tun:

    Gott, du siehst uns.
    Du siehst unsere aufgewühlten Herzen und angsterfüllten Gedanken.
    Du siehst unsere Empörung und quälende Hilflosigkeit angesichts des Krieges in der Ukraine.
    Du siehst unsere Sehnsucht nach Sicherheit und Frieden.
    Zu dir kommen wir und bitten Dich, du Gott des Friedens:
    Erbarme dich!

    Gott, du siehst das unerträgliche Leid der Menschen,
    die um ihre Freiheit und um ihr Leben fürchten,
    die um Angehörige bangen und um Freunde trauern,
    die nicht wissen wohin.
    Schenk Frieden, Herr. Schenk Frieden.

    Gott des Lebens, der du uns Zukunft verheißt und Hoffnung.
    Gib uns den Mut, beharrlich deinen Frieden zu verkünden und zu leben.
    Mahne die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft,
    sich für friedvolle Lösungen einzusetzen,
    weil sie die Menschen vor Ort vor Augen haben.
    Wehre allen Hassparolen, Lügen und Feindseligkeiten.

    Wir brauchen Frieden.
    In unserer Welt. In unseren Herzen und Gedanken.
    Kyrie Eleison. Herr, erbarme dich.

    Amen

    Ihre Diakonin Susanne Bühler



    Monatsspruch Februar 2022

    „Als Kinder des Lichts leben“ – so ist der Abschnitt überschrieben, in dem unser Monatsspruch für Februar steht. In diesen Versen am Ende des 4. Kapitel des Epheserbriefes gibt Paulus hilfreiche Anregungen für ein gutes Miteinander im Sinne von Jesus.

    Er schreibt u.a.: „Hört auf zu lügen und sagt einander die Wahrheit, weil wir aufeinander angewiesen sind. (…) Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Gnade bringe denen, die es hören. (…)  Befreit euch von Bitterkeit und Wut, von Ärger, harten Worten und übler Nachrede sowie jeder Art von Bosheit. Seid stattdessen freundlich und mitfühlend zueinander und vergebt euch gegenseitig, wie auch Gott euch durch Christus vergeben hat.“ (Eph. 4, 25-32).

    Zugegeben: Die Messlatte hängt hoch. Und doch: Hin und wieder wird es uns gelingen, das ein oder andere davon umzusetzen. Und wir werden merken, wie gut das tut: uns selbst und den Menschen um uns herum. Und vielleicht motiviert das, weiter dranzubleiben und uns diese Verse zunehmend zu Herzen zu nehmen.

    In diesem Zusammenhang steht auch unser Monatsspruch, den der ein oder die andere sicherlich als Redewendung kennt: „Zürnt ihr, so sündigt nicht; lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen“ (Eph. 4,26). Ja, manchmal kocht es über und wir könnten explodieren. Ja, manchmal muss es einfach raus: die Wut, die Enttäuschung, der Frust. Doch, so rät Paulus: Nicht grenzenlos und nicht ohne jegliche Rücksicht auf Verluste. Denn Zorn ist wie ein Sturm, der viel Schaden anrichten kann. Oft tut einem dies später leid und es ist mühsam, den angerichteten Schaden wieder zu beheben. Deshalb sagt Paulus: „Zürnt ihr, so sündigt nicht.“ Lasst den Sturm nicht unkontrolliert und ungehindert wüten, sondern kanalisiert ihn, z.B. im Gebet an Gott.

    Und weiter schreibt Paulus: „Lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen.“ Warum? Muss man nicht manchmal auch erst einmal eine Nacht darüber schlafen? Sicherlich. Manchmal. Wenn man trotz allem schlafen kann. Denn insbesondere im Dunkel der Nacht kann man sich so richtig reinsteigern in manch Aufreger-Thema, in manch hitzige Debatte oder schwierige Begegnung. Insbesondere in schlaflosen Nächten droht das Gedankenkarussell so richtig Fahrt aufzunehmen. Deshalb empfiehlt Paulus: „Lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen“, sondern klärt zeitnah, was zu klären ist. Lasst nicht zu, dass sich Wut anstaut und der Berg immer größer wird. Bringt euch gegenseitig nicht um den so wichtigen Schlaf.

    Ich wünsche Ihnen, dass Sie – ganz besonders in diesem Monat – jeden Tag so beenden, dass Sie gut schlafen können.

    Ihre Diakonin Susanne Bühler




    Monatsspruch Januar 2022

    Osterhasen

    Wenige Tage nachdem die Heiligen drei Könige das Jesuskind im Stall von Bethlehem gefunden haben, stehen schon die Osterhasen in den Regalen. Wenige Tage nachdem die eine Suchaktion abgeschlossen ist, rückt bereits die Nächste in den Blick: Die Eiersuche und die Suche nach dem auferstandenen Herrn an Ostern: „Ich weiß, ihr sucht Jesus, der gekreuzigt wurde. Er ist nicht hier, er ist von den Toten auferstanden.“ (Mt 28,5-6).

    Eigentlich finde ich es befremdlich, dass es jetzt schon Osterhasen zu kaufen gibt. Doch in gewisser Weise stimmt es auch. Ist doch das Suchen nicht auf Weihnachten und Ostern beschränkt – die Suche nach Sinn und Orientierung, nach Hoffnung und Licht. Die Suche nach Jesus, dem Mensch-gewordenen Gott und  auferstandenen Herrn.

    Auch im ersten Dialog, den Jesus im Johannesevangelium mit den Menschen führt, geht es ums Suchen. Jesus wendet sich den Menschen zu und fragt sie: „Was sucht ihr?“ (Joh. 1,38) Er nimmt ihren suchenden Blick und ihre Sehnsucht wahr. Die Menschen antworten mit einer Gegenfrage: „Meister, wo ist dein Zuhause?“ Sie sind offensichtlich auf der Suche nach Heimat, nach Geborgenheit, nach Beständigkeit und Sicherheit, auf der Suche nach dem verheißenen Messias. Darauf antwortet Jesus herzlich und einladend mit unserem Monatsspruch für Januar: „Kommt und seht.“ (Joh. 1,39). Jesus lässt die Suche der Menschen nicht ins Leere laufen. Er lässt sich finden. Er geht voraus und zeigt den Menschen, wo sie Heimat und Ruhe finden können, wo ihre Sehnsucht gestillt werden kann, wo Hoffnung und Frieden sind.

    Ich werde in den nächsten Wochen sicher noch keine Osterhasen kaufen, aber ich will mich von ihnen daran erinnern lassen, dass (nur) der der sucht, auch finden wird: Licht und Hoffnung. Ein Stück Himmel auf Erden. Jesus.

    Ihre Diakonin Susanne Bühler




    Jahreslosung 2022

    Jahreslosung

    Liebe Gemeinde,
    eine geöffnete Tür und ein weites Herz. Ausgebreitete Arme, die herzlich empfangen. Ein freundliches „Schön, dass du da bist. Ich freue mich, dich zu sehen.“
    So begegnet Jesus den Menschen. Er lebt und sagt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ (Joh. 6,37)
    Ohne Wenn und Aber. Bedingungslos. So lässt Jesus die Kinder zu sich kommen. So begegnet er Zachäus, Petrus, der Ehebrecherin, allen Menschen. Auch wenn er nicht alles gut findet, was die Personen tun, sagen, denken. Trotzdem gilt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“

    Dieser Vers steht als Jahreslosung über 2022. Er lässt aufatmen und wirkt einladend. Er erinnert an die Taufe und an Gottes bedingungsloses JA: „Du bist angenommen, so wie du bist, mit all deinen liebenswerten und deinen dunklen Seiten. Du darfst kommen. Immer.“

    Diese Haltung Jesu – „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen“ – soll uns durch das Jahr 2022 begleiten und uns ermutigen. Sie wirbt für Offenheit und Herzlichkeit: „Nehmt einander wahr und an, unabhängig von individuellen Ansichten, Einstellungen und Interessen. Begegnet einander herzlich, als von Gott geliebte Geschöpfe.

    In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein segensreiches, freundliches Jahr 2022.

    Ihre Diakonin Susanne Bühler