Jahresrückblick 2004

Die regelmäßig wiederkehrenden Aktivitäten innerhalb unserer Kirchengemeinde wurden in diesem Jahr durch die Gemeinde-woche im Oktober ergänzt.

Fast eineinhalb Jahre zuvor war im Kirchengemeinderat die Idee entstanden, über das Angebot einer Gemeindewoche möglichst viele, auch außen stehende Gemeindeglieder und Mitbürger zu erreichen, reicht doch das Angebot des Evangeliums in alle Lebensbereiche hinein. Mit Diakon Lothar Eisele, einem Mitarbeiter des Amtes für missionarische Dienste beim Evangelischen Oberkirchenrat konnte ein Referent gewonnen werden, mit dem zusammen das bunte Programm der Gemeindewoche unter dem Thema: „Wie geht das Leben?“ auf die Beine gestellt wurde. Anliegen des Kirchengemeinderates war es, ein Angebot für alle Altersgruppen innerhalb der Gemeinde zu gestalten, offen einzuladen und die Zugangsschwelle möglichst niedrig zu halten.

Bürgermeister Haas sprach in seinem Grußwort von brandaktuellen Themen und davon, dass eine Rückbesinnung auf christliche Werte Hilfestellung geben kann. Stadtpfarrer Eckert forderte auf, mutig nach Sinn, Inhalt und Ziel des Lebens zu fragen.

Über eine Woche lang machten sich Verantwortliche und Besucher miteinander auf den Weg : Eröffnungs- und Abschlussgottesdienste umrahmten die thematisch und an Zielgruppen orientierten Veranstaltungen.

Offene Abende zum Thema: „Über Geld spricht man“ und: „Scheitern als Chance“ standen am Anfang der Woche. Im Frauenfrühstück berichteten Frauen aus 3 Generationen über ihre Erfahrungen zum Thema: „Alles hat seine Zeit – Lebensphasen, denen wir uns stellen“.

Das Thema: „Was unsere Kinder stark macht – Wurzeln, die uns tragen und Flügel, die uns wachsen“ lockte nicht nur Kindergarteneltern zum Elternabend in den evangelischen Kindergarten Zachäus. Den Nachmittag für Menschen ab 60 bereicherte der Kinderchor unter Kantor Detlev Zeller, der diese Veranstaltung musikalisch mit Evergreens umrahmte und zum Mitsingen einlud. Der Aufforderung des Themas: „Vergiss die Freude nicht – Zuversichtlich leben, sogar mit Einschränkungen“ kamen die Besucher gerne nach.

Die Jugend der Gemeinde stellte sich die Frage: „Was bringt’s? – Leben ist schön schwer“ Das fetzige musikalische Programm der Band „Antitakt“ bereitete dem Entertainer Thomas Richers den Weg zur intensiven Begegnung mit den Jugendlichen.

Zu engagierten Diskussionen kam es beim Männervesper-Thema: „Ganz gefordert – Lebensbereiche und ihre Herausforderungen“.

Fast romantisch folgte die Einladung zum Nachmittag für Paare: „Damit die Liebe bleibt -wie erhalten wir unsere Beziehung lebendig?“ Sopranistin Sonja Bühler und Detlev Zeller am Klavier sorgten mit Musical-Melodien für die entsprechende Atmosphäre.

Die Frage: „Wie geht das Leben?“ konnte bei aller Motivation – bei allem Engagement in dieser Woche sicher nicht umfassend beantwortet werden. Die große und besondere Herausforderung für die Gemeinde besteht darin, die Impulse zu vertiefen, die Ressourcen zu nutzen und gemeinsam das Schiff zu steuern, das sich Gemeinde nennt.

Die Gemeindewoche liegt hinter uns - vor uns liegt eine Gemeinde, deren Leben gestaltet sein will - in deren Mitte Menschen Heimat finden wollen - deren Verkündigung Lebenshilfe geben will - in deren Räumen sich Menschen begegnen - in der Fragen gestellt und Antworten gesucht werden - deren Dreh- und Angelpunkt Jesus Christus sein will.

Lassen wir uns als Gemeinde beleben von der Zusage, die über dem Jahr 2004 stand :


„Jesus Christus spricht: Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen.“ Markus 13, 31

Ihre Evangelische Kirchengemeinde Schiltach
Der Kirchengemeinderat


Gemeindeleben in Zahlen :

14 Kinder wurden getauft
19 Jugendliche wurden konfirmiert
5 Paare wurden getraut
29 Gemeindeglieder sind verstorben

Beitrag zum Heimatbrief der Stadt Schiltach Frühjahr 2005