Bericht und Bilder:
Axel Rombach

Gemeindeversammlung der evangelischen Kirchengemeinde Schiltach/Schenkenzell am Sonntag, 30.03.2014 in der Stadtkirche

In der jährlich stattfindenden Gemeindeversammlung der evangelischen Kirchengemeinde Schiltach/Schenkenzell wurden die Gemeindemitglieder über Projekte, Bau-maßnahmen und Veränderungen durch den Kirchengemeinde-rat informiert und konnten ihre Meinungen äußern und Fragen stellen. Offene Kirche zeigt sich dabei nicht nur in geöffneten Türen, sondern auch in der Offenheit im Dialog. Souverän geleitet wurde die Versammlung vom Vorsitzenden, Michael Pflüger, der die Gemeindemitglieder begrüßte und dem Kirchengemeinderat für seine Arbeit den Dank der Gemeinde aussprach.

Gemeindeversammlung am 30.03.2014

Ursula Buzzi als Vorsitzende des Kirchengemeinderates erläuterte die neue Organisationsstruktur bei der Aufgabenerfüllung durch verschiedene Ausschüsse. Die einzelnen Themen ließen sich dadurch effizienter aufteilen und bearbeiten. Sie informierte, dass sie und Ralf Dirker als Vertreter der Kirchengemeinde Mitglied der Bezirkssynode seien und dadurch ein Austausch mit anderen Kirchen-gemeinderäten leichter möglich sei. Diese Kontakte wären hilfreich für die eigene Arbeit in Schiltach und Schenkenzell.

Die Arbeit des neu gebildete Ausschusses „Öffentlichkeitsarbeit“ wurde von Annika Morgenstern vorgestellt. Sie machte deutlich, dass es hierbei nicht um Public Relation, sondern um die gezielte und umfängliche Information der Gemeindemitglieder in Bezug auf Veranstaltungen und deren Themen über die örtliche Presse und den Gemeindebrief ginge. Auch die elektronischen Medien sollen hier weiterhin intensiv genutzt werden, was sie mit einem Dank an den Gestalter und Betreuer der Homepage, Achim Ringwald, verband.

Die Ausschussvorsitzende des Kindergartens Zachäus, Ute Gebele, berichtete, dass momentan 94 Kinder den Kindergarten besuchten, wobei hiervon 17 Kinder in den unter 3-jährigen Gruppen seien. Einen Dank richtete Sie an die Stadt Schiltach für die Bezuschussung von Sanierungsarbeiten in vier Gruppenräumen.

In der ersten Gemeindeversammlung nach der Fusion der Kirchengemeinden Schiltach und Schenkenzell sprach Pfarrer Dr. Christoph Glimpel von einer großen Bereicherung und effizienteren, weil entschlackten Verwaltung. Dies diene dazu „nun mehr Ressourcen zu haben, das Evangelium zu verkünden“. Die Kirchengemeinderätin Cornelia Kilguß und Ursula Hauer aus Schenkenzell berichteten von einer guten Atmosphäre und einem guten Miteinander. Das Zusammengehörigkeitsgefühl müsse allerdings noch wachsen, wozu Geduld und gute Ideen nötig seien. Ein besonderes Anliegen sei ihnen die Weiterentwicklung der Jugend- und Kinderarbeit und stellte hierzu verschiedene Vorschläge, wie die Teilnahme am Kinderferienprogramm und die Veranstaltung von Kinderbibeltagen sowie weiteren Aktivitäten kurz vor. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter sollten hierzu von der Diakonin Susanne Spindler geschult werden. Sie informierten außerdem, dass die Fenster der Schenkenzeller Kirche gestrichen würden.

Trotz einiger Hürden konnte Gerhard Bühler von Fortschritten bei den geplanten Baumaßnahmen des Schiltacher Kirchengebäudes berichten. Eine Hürde war z.B., dass die Landeskirche einen Wechsel des Architekten wünschte. Dieser Vorschlag stieß erst auf große Skepsis, aber es zeigte sich im Nachhinein, dass es durchaus ein guter Weg war und ein besseres Ergebnis erreicht wurde. Vier Maßnahmen wurden hierbei vom Bauausschussvorsitzenden Bühler erläutert. Zum Einen soll ein barrierefreier Zugang in die Kirche durch eine Rampe aus massiven Sandsteinplatten am Eingang von der Hohensteinstraße gebaut werden. Dieser Zugang erhielte als weitere Maßnahme einen filigran aus viel Glas gestalteten Windfang. Drittens soll der Bereich im Haupt-eingang so umgestaltet werden, dass eine barrierefreie Toilette auf der linken und eine kleine Küche auf der rechten Seite des Eingangs entstehen solle. Besonderen Wert wird beim Haupteingang darauf gelegt, dass der Blick in die Kirche frei und offen gestaltet sei. Dazu würde das vorhandene Mauerwerk entfernt und insgesamt in diesem Bereich mit viel Glas gearbeitet. Die Kirche solle hierbei auch außerhalb der Gottesdienstzeiten Offenheit symbolisieren und gleichzeitig solle möglichst viel natürliches Licht in die Kirche scheinen. Als vierte Maßnahme wird daran gedacht, die Beleuchtung der Kirche neu zu gestalten, um den Kirchenraum insgesamt besser auszuleuchten. Die Gesamtkosten aller vier Maßnahmen beliefen sich dabei auf etwas mehr als 300.000 Euro. Finanziert werden solle dies durch einen Zuschuss der Landeskirche in Höhe von ca. 120.000 Euro, 35.000 Euro betrüge der Zuschuss der Stadt Schiltach und 50.000 Euro kämen von der Stiftung Klaus Grohe. Der Rest sei aus Eigenmitteln und einem geförderten Darlehen der Landeskirche zu meistern. Aus der Gemeindeversammlung kam die Anregung nach einem weiteren Windschutz am nördlich gelegenen Eingang, der jedoch nach Auskunft von Gerhard Bühler aus Kostengründen nicht erstellt werden könne. Außerdem wurde die Sorge geäußert, dass die tatsächlichen Baukosten aufrund der verwendeten Materialien die geplanten übersteigen könnten und hierfür Rücklagen eingestellt werden sollten. Weiterhin erläuterte Gerhard Bühler, dass man im Einvernehmen mit der Stadt bestrebt sei, den Aufgang zum Martin-Luther-Haus zu sanieren.

Rückblickend bewertete Pfarrer Glimpel die Abhaltung des Gottesdienstes in den Wintermonaten im Martin-Luther-Haus als einen gelungenen Versuch, er schätze u.a. den engeren Kontakt zu den Gottesdienstbesuchern. Ralf Dirker berechnete, dass dadurch 1.540 Liter Heizöl eingespart werden konnten. Die Erwartungen in Bezug auf das eingesparte Heizöl seien zwar größer gewesen, allerdings sei dies auch auf den sehr milden Winter zurückzuführen.
Offen blieb die Frage, wie es mit der unbesetzten Stelle des Kantors weitergehen solle. Pfarrer Glimpel versicherte der Gemeinde jedoch, dass es intensive Gespräche gäbe, die sich zwar sehr schwierig und aufwendig gestalteten, es jedoch durchaus Hoffnung gäbe, dass die Orgel wieder vermehrt zum Einsatz käme. Gleichzeitig dankte er den vielen Gruppen und Personen, die die Gottesdienste mit ihren Instrumenten begleiteten.

Michael Pflüger, Pfarrer Dr. Christoph Glimpel, Axel Rombach

Zum Schluss der Versammlung wurden die turnusgemäß Wahlen zum Vorsitzenden und zum Stellvertreter der Gemeindeversammlung durchgeführt. Hierbei wurden Michael Pflüger zum Vorsitzenden und der Stellvertreter Axel Rombach einstimmig wiedergewählt. Pfarrer Glimpel dankte dabei den beiden Versammlungsleitern für die Mitarbeit und überreichte ein kleines Präsent.