Text des Reisetagebuches:
Monika Nagel

Verkündigungskirche
Verkündigungskirche

 

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Stand der Seite:
01.08.2007

Reisebericht Israel Mai/Juni 2007

Pfingstsonntag, 27.05.2007

Nach gemütlichem Frühstück zuhause bringt uns Mareike nach Frankfurt zum Flughafen (auch Hildegard und Karin fahren mit). So sind wir – wie alle anderen der Gruppe auch – rechtzeitig da, um die ausführlichen Sicherheits-Checks von El Al mitzumachen (sogar meine Schuhe wurden geröntgt!).
Planmäßig startet unsere Maschine, wir bekommen gut zu essen und zu trinken – und als Vorgeschmack auf unser Reiseziel ist auch das Essen im Flugzeug ganz „koscher“!
Die Landung bei untergehender Sonne ist geglückt, alles Gepäck mitgekommen und die Reisebegleiterin steht samt Bus für uns parat (auch die drei separat angereisten Personen sind wohlbehalten angekommen).
Sehr schnell wird es dunkel, recht schnell fährt auch unser Busfahrer und nach ca.  2 Stunden sind wir im Kibbuzgästehaus Ohalo angekommen, wo in den Kühlschränken noch ein Snack als Abendessen bereitsteht.
Ein erstes Treffen ist nicht mehr gewünscht, durch die Zeitumstellung ist es aber auch schon fast Mitternacht bis wir zum Schlafen kommen; zunächst mit Klimaanlage, später mit aufgeschobenen Fenstern.


Montag, 28.05.2007

Erst frühstücken wir mit Blick auf den morgendlichen See Genezareth, danach genießen wir das  Morgenlob zum Pfingstmontag (mit guten Gedanken zum „Verstehen der Sprache der Liebe“).
Um halb 10 Uhr starten wir unseren Tagesausflug: Zunächst mit einer Bootsfahrt in Ginossar, zwar ohne Fischfang, dafür mit herrlichem Ausblick auf den Berg der Seligpreisungen und der „Stelle“ der Brotvermehrung, anschließend werden wir den Berg hochgefahren zur Besichtigung der Kirche – und der Schwalben. Wie damals die Jünger wandern wir wieder hinunter zum See und zur Brotvermehrungskirche.
Nicht weit davon entdecken wir in Kapernaum die Synagoge, das Haus des Petrus mit der eindrücklichen „Ufo“-Kirche, die im Inneren eine interessante architektonische Anordnung – vor allem aber auch eine herrliche Perspektiv-Erweiterung symbolisiert! Danach fahren wir entlang der Golan-Höhen um den See bis zur Jordanausfluss-Stelle. Dort werden heutzutage Taufhandlungen zelebriert – wie wir sie in großer Zahl sehen können (allerdings nicht so richtig einordnen...).
Mit plattem Reifen bringt uns der Bus nach „Hause“ und hier genießen wir einen herrlichen Ausklang dieses Tages mit Schwimmen im See, Abendessen auf der Terrasse und fröhlichem Interviewabend an diesem idyllischen Plätzchen bis zum Abendlob.


Dienstag, 29.05.2007

Heute morgen geht es nach Frühstück und Morgenlob um 8.30 Uhr auf Tagesfahrt. Station ist die Stadt Safed, eine der
4 heiligen Städte Israels

Jerusalem   –    Feuer
Hebron        –    Erde
Tiberias       –    Wasser
Safed          –    Luft

Unterwegs gibt es ein paar Regentropfen, aber im Lauf des Tages wird es immer schöner.
Safed ist das Zentrum der Kabbala (=parallel), dieses mystische Gedankengut erscheint uns recht fremd, da jeder Buchstabe einer Zahl zugeordnet wird... doch Rachel, unsere Reiseführerin,  meint, dass Jesus dafür ganz bestimmt sehr aufgeschlossen gewesen wäre. Nach dem Thoraschreiber besuchen wir eine Synagoge, ein Cafe und die „Touristenmeile“. Danach geht die Fahrt durchs Huletal zum Naturschutzgebiet Tel Dan, dort machen wir einen schönen Spaziergang zu den Jordanquellen.
Anschließend fährt uns der Bus auf die Golanhöhen zu einer stillgelegten Militärstation auf den Mount Bental, von wo aus man zum Mount Hermon, nach Syrien und weit ins Land Israel sehen kann.
Nach der Rückfahrt ins Ohalo Manor genießen wir das Schwimmen im See Genezareth, das Abendessen und das Beisammensein auf der Terrasse zum zweiten Teil der Vorstellungsrunde.
PS: Im Shop kaufen wir als Mitbringsel den guten Dattelhonig, der im Kibbuz hergestellt wird.


Mittwoch, 30.05.2007

Das letzte Frühstück am See Genezareth und nach dem Packen sollte es eigentlich um halb neun losgehen – doch am Bus ist wieder ein Reifen platt. So kommen wir erst eine Stunde später los und unsere erste Stadt heißt Zippori, wo wir nach dem Kosten von Maulbeerbaumfrüchten herrliche Ausgrabungs-Mosaike bewundern können (nicht zuletzt die galiläische „Mona Lisa“). Übrigens soll der Überlieferung nach Maria aus dieser Stadt stammen, so dass wohl auch Jesus hier gewesen war ...
Danach fahren wir nach Nazareth. Beim 12-Uhr-Läuten kommen wir zur Verkündigungskirche, wo wir mit mancherlei Mosaiken und Kirchenschmuck nicht so viel anfangen können; jedoch ist die Architektur in der Vertikalen sehr eindrücklich: „Wo sich Himmel und Erde berührt“ (verstärkt durch den nach oben klingenden Gemeindegesang).
Auf der Weiterfahrt wäre eigentlich der Berg  Tabor zu sehen, doch leider trübt der Sand in der Luft die Sicht so sehr, dass das heute unmöglich ist.
An einem Supermarkt machen wir Mittagspause und danach lernen wir Megiddo kennen, eine beeindruckende Ausgrabungsstätte an der einstigen Handelsstraße Via Maris mit dem unterirdischen Wassertunnel. Den Abstecher zum Karmel sparen wir uns (wegen der fehlenden Sicht) und fahren gleich nach Caesarea am Mittelmeer, laut ADAC-Reiseführer ein Top-Tipp. Nach Besichtigung des Römischen Theaters, des „Wohnsitzes“ des römischen Statthalters, des Hippodroms, der Badeanlagen und der Kreuzfahrer-Ruinen machen  wir Kaffeepause, fotografierten das Aquädukt, um dann in der Rushhour an Tel Aviv vorbei nach Jerusalem zu kommen – leider erst gegen 20 Uhr.
Nach Einchecken und Abendessen treffen wir uns noch im „Feigensaal“ zum 3. Teil der Vorstellungsrunde und anschließendem Abendlob.


Donnerstag, 31.05.2007 

Karin hat Geburtstag und wir feiern das Morgenlob. Nach dem Frühstück heißt unser Ziel heute Jerusalem. Zuerst be-kommen wir einen Gesamteindruck der Stadt mit dem Ölberg-Panorama, dann wandern wir ins Kidrontal , vorbei an der architektonischen „Tränenform“ und der russischen Maria-Magdalena-Kirche zum Garten Gethsemane und der Kirche der Nationen ( sehr dunkel – passend zur dunklen Situation Jesu dort). Wir passieren das Kidrontal und kommen durch das Löwentor in die Altstadt, zunächst zum Teich Bethesda und der sehr beeindruckenden St. Anna-Kirche;  meines Erachtens wirklich eines der schönsten Gotteshäuser Israels! Auf Rachels Rat singen wir dort: „Lobet und preiset ihr Völker den Herrn“ (eine phantastische Akustik!). Im ehemaligen Antonia-Prätorium sehen wir Schaubilder des Tempelbergs, besichtigen die dortige Zisterne – und am Boden eine in Stein geritzte Spielvorlage; eine damals durchaus übliche „Spielart“ gab es mit Mantel und Dornenkrone zur Tötung eines Königs ...
Danach gehen wir die Via Dolorosa entlang bis zur Grabeskirche ... dabei erleben wir hautnah das arabische Viertel (Klaus erhandelt sich ein arabisches Gewand + Mantel). Zum Mittagessen im Everest-Lokal gibt es Falaffels und anschließend ist freie Zeit zum Shoppen oder Sightseeing im ‚Muristan’. Wir gehen zur lutherischen Erlöserkirche und haben einen herrlichen Ausblick vom Glockenturm! Auch der Kreuzgang dort tut uns gut um ein bisschen auszuruhen.
Nachdem wir uns alle wieder getroffen haben, gehen wir durchs Damaskustor zum Gartengrab. Am uns zugeteilten „Platz des Friedens“ halten wir eine Osterandacht und können ganz fröhlich diesen Passionstag beenden. Im Hotel gibt es Abendessen; Klaus liest aus der Geschichte dieses umkämpften Landes vor und wer will, kann noch mit Karin zusammensitzen.


Freitag, 01.06.2007

Gleich nach Frühstück und Morgenlob fahren wir zur Knesset dort erklärt uns Rachel die Menora mit Szenen aus der jüdischen Geschichte. Nach dortigem „Fototermin“ geht es nach Yad Vashem, weniger zur Besichtigung als vielmehr zum Erleben der Betroffenheit der „schmerzlichsten Gedenkstätte aller Juden“, insbesondere auch der 1,5 Millionen ermordeten Kinder. Sehr eindrücklich konnte man das architektonische Anliegen wahrnehmen, diese Gräuel ganzheitlich zu erleben, vor allem in dem Beton-Tunnel (mit einem Modell des Vernichtungslager und vielen anderen erschütternden Dokumenten) und den gespiegelten Kerzen für die Kinder – deren Namen im fast dunklen Raum vorgelesen werden.
Nach solchen Eindrücken tut uns eine Pause gut, die wie im Kibbuz Rachel mit Blick auf die Berge von Bethlehem haben. Nun haben wir wieder Kraft für  Besichtigungen: Auf dem Zionsberg ist unsere 1. Station (nach dem Aussichtsplateau) St. Peter Gallicantu mit dem Gefängnis des Hohenpriesters, danach gehen wir zur Kirche Dormitio St. Maria (mit dem Pfingstbild in der Krypta) und zum Coenaculum – dort wurde wahrlich laut gebetet.
Anschließend kommen wir zum Zionstor. Von dort aus gehen wir durch das jüdische Viertel (vorbei am armenischen Viertel mit Weihrauchduft) am Cardo entlang bis zur Klagemauer, wo wir viele Juden sehen, wie sie den Shabbat „empfangen“. Zurück durchs Misttor kommen wir zum Bus, der uns ins Hotel bringt. So haben wir noch Zeit zum Duschen und Tage-buchschreiben vor dem Abendessen – heute im anderen Saal wegen Kiddush (der Vorabend vom Shabbat). Beim Abendprogramm stellt uns Klaus  Faten Mukarkar vor – bei ihr machen wir morgen ja einen Besuch ....


Samstag, 02.06.2007 - Shabbat

Am Vormittag fährt eine Kleingruppe mit dem Taxi zum Jaffator, von dort aus spazieren wir auf der Stadtmauer bis zur Ecke am Rockefellermuseum. Auf dem Rückweg steigen wir am Neuen Tor herunter und schnuppern im Christlichen Viertel „Shabbat-Atmosphäre“ ...
Zurück an der Zitadelle gehen wir ins Davidturm-Museum um uns Appetit zu holen für ein Tagesprogramm hier (in einem nächsten Israel-Urlaub) genießen den tollen Komplex mit herrlichen modernen Musik-Instrument-Skulpturen und finden als Glanzstück des Museums ganz unten das Modell der Stadt Jerusalem (für die Weltausstellung in Wien 1873).
Ein Großraumtaxi bringt uns zurück ins Hotel zum Relaxen bzw. Tagebuchschreiben, bevor das nächste Highlight ansteht:
Pünktlich um 12.30 h werden wir mit einem Großraumtaxi für 14 Personen abgeholt; und weil Shabbat ist, kommen wir ganz zügig bis zum Checkpoint an der „Mauer“. Beim Durchgang erinnern wir uns an die ehemalige DDR ...
Nach kurzem Warten holt uns Faten am „Raubtierkäfig“ (laut ihrer Aussage) ab. Nun stellt sich die Frage, ob wir zu Fuß gehen oder Taxen nehmen – und dann erleben wir arabische Taxifahrer, wie sie streiten (wer fahren und verdienen darf) und fahren (im Vergleich dazu fährt unser Busfahrer doch recht moderat)! Glücklicherweise kommen wir alle wohlbehalten in ihrer Wohnung an.
Dort erzählt sie viel aus ihrem Leben, während ihr Mann kocht und uns verköstigt mit gutem Essen und Trinken. Dabei wird deutlich, wie problembeladen die Situation zwischen Israel und Palästina ist und natürlich jede Seite ihre subjektive Sichtweise hat. In der Kürze der Zeit können beileibe nicht alle Fragen befriedigend geklärt werden und manches bleibt total unklar ...
Trotzdem machen wir noch eine kleine Sightseeingtour zu den Hirtenfeldern und der Geburtskirche – und erleben nochmals arabische Welt beim Taxifahren!
Am Checkpoint erwartet uns wieder das israelische Taxi, im Hotel gibt es Abendessen, der Shabbat geht zu Ende, wir duschen und rechnen die Gebühren der Taxifahrt aus – und was die einzelnen noch zahlen müssen bzw. zurückerhalten ...
In der Bar lassen wir diesen Tag zu Ende gehen und mit Tagebuchschreiben wird er abgeschlossen.


Sonntag, 03.06.2007

Auch heute fahren wir wieder nach Frühstück und Morgenlob um halb neun los, diesmal durch die judäische Wüste Richtung Totes Meer. Mit der Seilbahn erreichen wir das 1. Highlight dieses Tages in Masada; und von dort haben wir – wie auch schon unterwegs – spektakuläre Ausblicke.
Der Bus bringt uns dann zum En Gedi – Naturpark, dort erleben wir ganz tolle Flora und Fauna und genießen den Wanderweg bis zum oberen Wasserfall, wo wir unsere Füße abkühlen können.
Außerdem liest uns Rachel hier wieder die passende Bibelstelle: wie David Saul in einer Höhle ein Stück von seinem Gewand abschneidet – gut vorstellbar bei der Vielzahl von Höhlen hier ...
Nach der Mittagspause geht es weiter nach Qumran, wo wir einen 3-D-Animationsfilm anschauen und neben der Höhle, in welcher die berühmten Schriftrollen gefunden wurden, auch vieles von den Ausgrabungen erklärt bekommen.
Für viele ist das nächste Highlight ein Ritt auf einem Kamel auf dem Parkplatz! Und für alle lockt als guter Schluss dieses Tages das Tote Meer mit einzigartigem Schwimmerlebnis bzw. Schlammpackungen!
Anschließend geht es durch die judäische Wüste wieder zurück ins Hotel zum Abendessen; später zum Abendlob und danach nach jeweiligen Bedürfnissen zum Packen, Schlafen oder zum Zusammensitzen in der Bar als letztmalige Möglichkeit hier, denn morgen geht es ja weiter ans Mittelmeer.


Montag, 04.06.2007

Nach Frühstück, Morgenlob und Auschecken bringt uns der Bus zur Hadassah-Klinik, wo wir die 12 Chagall-Fenster der Stämme Israels in der Synagoge besichtigen dürfen – wie eine bunt leuchtende Krone über der „Bundeslade“! (davor und danach gab’s Einkaufsmöglichkeiten: im Souvenirshop und einem supermodernen Kaufhaus).
Danach geht es im biblischen Landschaftspark weiter. Eine nette „Lehrerin“ zeigt und die 7 wichtigsten Pflanzen des heiligen Landes: Gerste, Weizen, Feigen, Oliven, Trauben, Datteln und Granatäpfel. Wir lernen Ysop kennen – und mörsern es klein, wir kreieren Salbei-Parfüm mit Olivenöl und aktivieren das hier dargestellte Bewässerungssystem. Nicht zuletzt verstehen wir den Zusammenhang zwischen Granatapfel und Hohenpriester ...
Zum guten Schluss gibt es im Zelt ein biblisches Mahl mit Suppe, Zwiebelkuchen, Fladen, Salatbüffet, Joghurt mit Rosinen und Nüssen, Kaffee und Kekse – ganz toll!
Auf unserer Weiterfahrt zeigt uns Rachel noch das historische Jaffa, ein nettes Städtchen mit vielen Künstlergässchen. Und dabei passiert es doch tatsächlich noch, dass sich die Gruppe am Treffpunkt verfehlt – aber dank Stefans und Silvias Handys finden wir uns wieder!
Nun bringt uns der Bus zu unserem dritten Domizil in Netanya. Dort verabschieden wir uns vom Busfahrer und – bis Samstag – auch von unserer äußerst liebenswürdigen und sehr kompetenten Reiseleiterin Rachel.
Wir beziehen unsere Zimmer, duschen und gehen zum Abendessen.
In der Bar planen wir das Programm der nächsten Tage, um dann noch den Strand und das pulsierende Leben bei Nacht kennen zu lernen – und es wirkt sehr verheißungsvoll.
Doch vom gefüllten Tag sind wir rechtschaffen müde, deshalb brauchen wir erst mal Schlaf.


Dienstag, 05.06.2007

Ein herrlicher Tag steht uns bevor:
Nach dem Frühstück gehen wir kurz shoppen (Badeschuhe und Rock, sowie Wasser) und dann genießen wir den Strand mit wunderbar feinem Sand, warmem Wasser und ein bisschen Schatten unter der Palme ... bis hin zu einem Strandspaziergang. Danach braucht unsere Haut Schatten, deshalb gehen wir ins Hotel und duschen und haben Zeit zum Lesen und Ausruhen. Es gibt leckeres Abendessen und hinterher steht eine Bibelarbeit auf unserem Programm. Beim gemütlichen Zusammensitzen lassen wir den Abend ausklingen.


Mittwoch, 06.06.2007

Heute ist das Tagebuch schnell geschrieben, denn nach Frühstück und Bibellesen geht’s zum Strand. Das Wetter ist teilweise wolkig – für unsere Haut noch anstrengend genug – und es hat vor allem viele Jugendliche am Strand. Zum Glück finden wir an einem „Häuschen“ einen Schattenplatz ...
Nachmittags gehen wir ins Café und kaufen anschließend im Supermarkt Getränke.
Während des Abendessens versuche ich den Sonnen-untergang zu fotografieren, doch dazu ist es leider zu wolkig.
Marianne Höly liest abends aus ihrem Büchlein „heiter bis wolkig“; danach genießen wir noch im „dolce vita“ leckeres Eis!

Donnerstag, 07.06.2007

Zuhause ist heute Fronleichnam; einige aus der Gruppe fahren nach Haifa – und wir machen einen faulen Strandtag mit sehr kräftigem Wellengang ...
Auch heute lässt sich der Sonnenuntergang (während des Abendessens) nur sehr bedingt fotografieren. Beim Abendprogramm berichten Hildegard und Karin vom Freundeskreis der Suchtkrankenhilfe – gegen Ende kommen Hölys und Martina von ihrem „interessanten Karmelausflug“ zurück.


Freitag, 08.06.2007

Vormittags gehen wir in die Stadt, finden nette Sachen zum Einkaufen (Schal, Thora) und genießen israelische Marktatmosphäre, wo es leckere Aprikosen – und Obst und Gemüse etc. in Fülle gibt!
Am Strand hat es viele Wellen – und viele Leute, für die wohl das „Wochenende“ beginnt. Auch in der Stadt stellt man sich auf Shabbat ein, indem Tische und Stühle zusammengestellt werden und die Läden schließen. Doch wir  bekommen noch Cappuccino bzw. Kaffee- Eis. Auch das Abendessen im Hotel ist zur Shabbatbegrüßung festlicher.
Abends steht die 2. Bibelarbeit auf dem Programm, danach sitzen wir noch gemütlich in der Bar zusammen (und Marianne spendiert Wein!)


Samstag, 09.06.2007 

Heute wollen wir zum letzten Mal den Strand genießen, deshalb machen wir uns gleich nach dem (etwas einfachen) Shabbat-Frühstück auf den Weg. Doch der Wind und die Wolken machen noch recht kühl, deshalb „wandern“ wir am Strand entlang – wie viele andere auch, denn heute erleben wir Hochbetrieb (so wird es sommers wohl üblich sein!?) Später lässt der Wind nach und Wasser, Wellen und Sonne tun uns gut.
Gegen 15 Uhr gehen wir zurück ins Hotel zum Duschen und Richten sowie erstem Packen.
Um 17 Uhr wollen wir Gottesdienst mit der Gruppe feiern. An der Strandpromenade finden wir in einem Pavillon Platz dazu – mit Blick auf das glitzernde Mittelmeer! Dort können wir singen, dem „Programm“ von Jesus nachspüren, Abendmahl feiern und uns mit Oliven-Salbei-Salböl segnen lassen.
Beim Abendessen trifft Rachel mit dem Busfahrer wieder bei uns ein und abschließend schlendern wir nochmals in die Stadt, die nach Sonnenuntergang aus der Shabbatruhe erwacht ist; nun pulsiert wieder das volle Leben! Bei „Tonys Eis“ gibt es leckeres Eis (wenn auch nicht ausschließlich für unsere Gruppe – viele wollen auf diesen Genuss nicht verzichten!)
Die übrigen Shekel kann man auch noch ausgeben.


Sonntag, 10.06.2007

Sehr früh werden wir geweckt, nach 1. Frühstück im Hotel bringt uns der Bus zum Flughafen in Tel Aviv. Dort überstehen wir den israelischen Sicherheits-Check und dürfen alle ins Flugzeug gen Heimat steigen! Wir bekommen einen Platz fast in der 1. Klasse (mit viel Beinfreiheit) und dürfen uns ein leckeres Frühstück auswählen; nach sicherer Landung und Gepäckausgabe wartet Mareike schon auf uns und bringt uns wohlbehalten nach Hause!

Monika Nagel/Juni 2007