Landesbischof Dr. Ulrich Fischer im Gottesdienst in Schiltach.

Zum Abschluss der erfolgten landeskirchlichen Visitation des Kirchenbezirks Offenburg weilte am Sonntag der Landes-bischof der Evangelischen Landeskirche Baden, Dr. Ulrich Fischer, in Schiltach. Er nahm hier am Familiengottesdienst in der Stadtkirche, der zweitgrößten Kirche Badens, teil. Diakon Klaus Nagel von der Schiltacher Kirchengemeinde, dem die Vorbereitung und Leitung der Gottesdienstfeier oblag, hieß neben den vielen Gottesdienstbesuchern und allen Gästen insbesondere den Landesbischofwillkommen. Er wünschte ihm Kraft und Segen für das "dienende Amt" in der Kirchenleitung.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand dann das Musical "Ichthys - ein Fisch ist mehr als ein Fisch" mit der Musik von Siegfried Fietz und den von Daniela Dicker gestalteten Texten.

37 Kinder im Alter von neun bis dreizehn Jahren und 21 Mit-arbeiter der Jugendarbeit hatten das Singspiel übers Wochenende während der so genannten "Freizeit ohne Koffer" erlernt und trugen es in verteilten Rollenvor. Christliche Zeichen fanden hier ihre Erläuterung, so nebendem "Fisch" als immer noch aktuelles Zeichen der Christen auch das Alpha und Omega als Zeichen für die Allmacht Gottes oder Sonne, Mond und Sterne für die göttliche Schöpferkraft.

Karola Brenn wirkte mit ihrer Gitarre mit und hatte musikalische Leitungsfunktion. Lang war der Beifall für den engagierten 40-minütigen Musicalauftritt. Auf das Thema "Christliche Zeichen" war auch der Gemeindegesang abgestimmt. Kantor Detlev Zeller spielte die Orgel.

Landesbischof Dr. Ulrich Fischer, der auch einen Teil der Liturgie übernommen hatte, band seine Predigt in das Musical-Thema ein und beleuchteteaus theologischer Sicht die christliche Zeichenvielfalt sowie die hilfreicheAussagekraft dieser Zeichen. "Auch unser Leben setzt sich aus Zeichen zusammen", sagte er. Und diese Zeichen gelte es in Sprache umzusetzen. Das Deuten und Lesen der Zeichen und Signale, oft im Rückblick, offenbarten denliebenden Gott, "der uns trägt". Es werde dabei ermöglicht, auch Zeichen in Lebens-tiefen zu verstehen und anzunehmen. Die Bibel könne wichtige Helferin sein beim Zusammenfügen von Zeichen in Sprache.

Bischof Dr. Fischer zeigte sich erfreut über die lebendigeGemeindearbeit in Schiltach und im Kirchenbezirk. "Ein gutes Beispiel für intakte Gemeindearbeit war dieser Gottesdienst, der mir sehr viel Freude undMotivation gegeben hat", bekräftigte er. Dank sagte er den Mitwirkendendes Gottesdienstes und insbesondere allen "Ehrenamtlichen", auch im Kirchenbezirk, ohne die erfolgreiche Gemeindearbeit nicht zu schultern sei.

Landesbischof Dr. Fischer und Diakon Nagel
Landesbischof Dr. Ulrich Fischer und Diakon Klaus Nagel