Bericht und Bild:
Rolf Rombach

Christoph Glimpel jetzt Pfarrer von Schiltach und Schenkenzell

Dr. Christoph Glimpel ist jetzt Pfarrer von Schiltach und Schenkenzell. In einem Festgottesdienst am Sonntag in der evangelischen Stadtkirche Schiltach wurde er durch Dekan Frank Wellhöner aus Offenburg in sein neues Amt eingeführt. Die Freude über dieses Ereignis war der großen Festgemeinde deutlich anzumerken, ging doch damit eine über zweijährige Vakanzzeit zu Ende und wurde mit Christoph Glimpel doch zugleich der „Wunschkandidat“ berufen. Der neue Pfarrer hat bereits nahezu zwei Jahre in Schiltach und Schenkenzell als Pfarrvikar gewirkt. Und auch sein Wunsch und der seiner Familie war es, nach Ende des Vikariats hier zu bleiben und im gewonnenen Vertrauen hier die erfolgreich begonnene Arbeit fortzusetzen. Zu Beginn des Gottesdienstes zog Christoph Glimpel zusammen mit den Kirchengemeinderäten beider Orte, mit Dekan sowie dem Vakanzverteter Pfarrer Wolfgang Gehring aus Hornberg und dem Schiltacher Diakon Klaus Nagel unter dem mächtigen Klang des Posaunenchores in die Kirche ein..

„Die Berufung von Christoph Glimpel als Pfarrer in den Dienst der beiden Gemeinden ist für uns Grund zur Freude und zum Dank“, sagte der Vorsitzende des Schiltacher Kirchengemeinderates, als er die vielen Gemeindemitglieder und Gäste willkommen hieß. Er würdigte das Mitwirken zahlreicher Beteiligter. Dekan Wellhöner, an Christoph Glimpel gewandt, nannte als Hauptaufgabe eines Pfarrers das Brücken-Bauen und das Integrieren auf allen Ebenen menschlicher Begegnungen. Pfarrer Glimpel sei hinein genommen in das große Integrationsprogramm Gottes, bei dem es gelte, Mauern abzubauen. Der Gemeinde sei die Mithilfe bei dieser schwierigen Aufgabe mit aufgetragen. Der neue Pfarrer und dessen Familie würden in beiden Gemeinden geschätzt, seien gut auf- und angenommen und seien bereits bestens integriert. Die verständlichen Predigten von Christoph Glimpel und seine ausgeprägte Liebe zur Musik könnten wichtige Integrationshilfen sein. Der Dekan appellierte an Glimpel, sich und der Familie aber immer wieder auch wichtige persönliche Freiräume zu gönnen. Die Gemeinde bat er, den neuen Pfarrer und dessen Familie zu achten, ihnen beizustehen und für sie zu beten. Mit der Segnung durch Dekan und Mitgeistliche und unter Mitwirkung der Kirchengemeinderäte sowie mit der Überreichung der von Landesbischof Ulrich Fischer mit Wirkung vom 1. Juli ausgestellten Berufungsurkunde wurde die Einführung von Pfarrer Glimpel in sein neues Amt vollzogen. Vor der Gemeinde und den Segnenden hatte sich Glimpel zu seiner Einsetzung bekannt.

„Das fröhliche Anfangen hin zu Gott ist die Bestimmung des Menschen“, sagte Pfarrer Glimpel in seiner Predigt, „und deswegen“, so fügte er hinzu, „fange ich hier mit meinem neuen Amt in Schiltach und Schenkenzell gerne an“. Die Bibel nannte er ein Buch des Anfangens, und auch das Abendmahl, die Ökumene, die verschiedenen Traditionsumbrüche, das Zusammenleben und viele weitere Bereiche seien Bespiele für die Möglichkeiten des zielgerichteten Anfangens, nicht geeignet für Perfektionisten und Resignierte. „Meine Familie und ich sind dankbar, dass wir in Schiltach und Schenkenzell gut angenommen und im Glauben getragen werden“, sagte er. „Als Pfarrer will ich alles tun, um Gott nicht im Wege zu stehen, sondern mithelfen zu immer wieder guten Anfängen“, bekräftigte er.

Der Posaunenchor unter Helle Helle ermann und Kantor Detlev Zeller an der Orgel wirkten bei der musikalischen Festgestaltung mit. Der Kinzigtäler Kammerchor unter Helmut Franke trug mit hervorragender Interpretation und mit höchster Stimmqualität eine von Sergej Rachmaninoff komponierte Vesper vor, die den gesamten Gottesdienst durchzog. Dieser Chorauftritt war ein Geschenk zur Amtseinführung und zugleich ein Geburtstagsgeschenk an Pfarrer Glimpel, der nämlich am Amt-Einführungstag zugleich seinen 38. Geburtstag beging. Am selben Tag hatte übrigens auch Kantor Zeller Geburtstag (48).

Die Vorsitzende des Schenkenzeller Kirchengemeinderates, Christa Haaser, nannte Pfarrer Glimpel einen „Pastor“, einen Hirten, der nun seiner „Herde“ Geborgenheit vermitteln und sie auf den Weg zum Ziel führen solle. „Wir freuen uns auf unsern neuen Hirten“, sagte sie. Weitere Grußworte sprachen Prediger Klaus Maier von der AB-Gemeinschaft, Pfarrer Bernd Müller von der katholischen Seelsorgeeinheit „Kloster Wittichen“ sowie die Bürgermeister von Schiltach und Schenkenzell, Thomas Haas und Thomas Schenk im Namen beider Gemeinden und der gemeinsamen Sozialgemeinschaft. Alle Redner äußerten den Wunsch auf die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit. Der Auftritt des Kinderchores unter Detlev Zeller war in die Grußworte eingebunden. Dem Gottesdienst schloss sich ein so genannter „Kirchenkaffee“ an. Hier war gute Gelegenheit zum Gespräch. Pfarrer Glimpel durfte dabei zahlreiche Gratulationswünsche entgegen nehmen.

Pfarrer Glimpel Einführung
Einführung von Christoph Glimpel in sein Amt als Pfarrer von Schiltach und Schenkenzell (von links): Diakon Klaus Nagel, Pfarrer Dr. Christoph Glimpel, Dekan Frank Wellhöner und Pfarrer Wolfgang Gehring.